04.01.2019 Marion Schlegel

Evotec, Morphosys, Qiagen und Medigene: Die Tops und Flops der vergangenen zwölf Monate

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Morphosys
Trendthema

Betrachtet man die bekanntesten deutschen Biotech-Werte einmal im Performance-Vergleich der vergangenen zwölf Monate, so könnte die Entwicklung nicht unterschiedlicher sein. Während Evotec mit einem Plus von mehr als 28 Prozent ganz klar die Spitzenposition unter den Biotechs einnimmt und im MDAX sogar auf Platz 2 aller dort notierten Werte rangiert, muss die Aktie von Medigene einen Verlust von mehr als 40 Prozent hinnehmen. Ebenfalls gut entwickelten sich die beiden weiteren deutschen Top-Biotech-Werte Qiagen und Morphosys, die beide rund zwölf Prozent hinzugewinnen konnten.

Die drei Biotech-Top-Performer des vergangenen Jahres befinden sich auch weiterhin ganz klar auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR für das neue Jahr. Bei Evotec wird es unter anderem spannend, was sich auf der Kooperationsseite tut. Der nächste interessante Termin, der bei Evotec auf der Agenda steht ist die JPMorgan Healthcare Conference, die vom 7. bis 10. Januar in San Francisco stattfindet. Evotec präsentiert dort am 10. Januar. Morphosys arbeitet unter anderem in diesem Jahr daran, sein am weitesten fortgeschrittenes eigenes Projekt MOR208 auf dem Weg zur Zulassung zu bringen. Bei Qiagen wird spannend, inwieweit das Unternehmen seine Top-Positionierung im Zukunftsmarkt Molekulare Diagnostik nutzen kann.

Medigene hingegen befindet sich im Gegensatz zu den drei anderen Werten noch in einem sehr frühen Stadium der Entwicklung. Das Unternehmen verfolgt jedoch einen sehr interessanten Ansatz im Bereich in der Krebsbehandlung. Medigene konzentriert sich dabei auf die Entwicklung personalisierter, T-Zell-gerichteter Immuntherapien. Aufgrund des noch frühen Stadiums ist die Aktie klar als hochspekulativ einzustufen, kann das Unternehmen jedoch in seinen Studien überzeugen, dürfte die Aktie deutlich höher notieren. Die Aktie dient als spekulative Depotbeimischung. Am heutigen Freitag kann die Aktie von Medigene 2,6 Prozent hinzugewinnen, nachdem das Unternehmen einen exklusiven Lizenzvertrag mit dem Helmholtz Zentrum München über einen chimären kostimulatorischen Rezeptor bekannt gegeben hat. Aus charttechnischer Sicht wäre nun zunächst wichtig, dass der Sprung über den mittelfristigen Abwärtstrend gelingt.