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06.03.2020 Marion Schlegel

DAX erneut mit heftigen Verlusten zum Wochenschluss: „Die Nerven der Anleger liegen blank“

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DAX
Trendthema

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben vor dem Wochenende wegen des Coronavirus das Handtuch geworfen. Der DAX fiel am Freitag zeitweise auf den niedrigsten Stand seit August vergangenen Jahres und büßte zum Handelsschluss 3,37 Prozent auf 11.541,87 Punkte ein. Auf Wochensicht bedeutet dies einen Verlust von 2,9 Prozent. Weltweit sind mittlerweile mehr als 100.000 Coronavirus-Infektionen bestätigt.

Konjunkturdaten spielten am Freitag kaum eine Rolle: Ein starker US-Arbeitsmarktbericht für Februar vermochte die Anleger nicht aus der Deckung zu locken. In nur zwei Wochen verlor der deutsche Leitindex mehr als 2.000 Punkte. Vom Rekordhoch Mitte Februar bei 13.795 Punkten hat der Index mittlerweile mehr als 16 Prozent eingebüßt. Der Fall unter eine Unterstützung bei etwa 11.800 Punkten habe dem Leitindex "die nächste Breitseite verpasst", schrieben die Analysten der Bank HSBC.

DAX (WKN: 846900)

Der MDAX der mittelgroßen Börsentitel sank zum Wochenschluss um 3,62 Prozent auf 24.750,77 Punkte. An den europäischen Handelsplätzen sah es ähnlich düster aus. Nach einem Aufbäumen der europäischen Börsen zu Wochenbeginn haben die Virusängste wieder mit voller Wucht zugeschlagen. Erstmals wieder seit August 2019 schloss der EuroStoxx 50 am Freitag unter der Marke von 3.300 Punkten.

"Die Nerven der Anleger liegen blank", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Angesichts der zunehmenden Verbreitung des neuartigen Corona-Virus in immer mehr Staaten sei die Lage unübersichtlich. Die Verunsicherung bleibt hoch, so dass auch die starken US-Arbeitsmarktdaten für Februar keine ernsthafte Beachtung fanden.

Euro Stoxx 50 (ISIN: DE000DB2KE80)

Der Leitindex der Eurozone beendete den Handel mit minus 3,91 Prozent auf 3.232,07 Punkte und damit auf dem tiefsten Stand seit Mitte Februar 2019. Seit Wochenbeginn verlor er damit rund drei Prozent. Die zwei vorangegangenen Februarwochen hinzugerechnet, beläuft sich das Minus wegen der Sorgen um die Auswirkungen der Viruskrise bereits auf rund 16 Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)

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