04.06.2019 Jochen Kauper

Daimler:Wichtige Unterstützung hat gehalten - vorerst!

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Daimler
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In den letzten Tagen standen besonders die Autowerte unter Druck. Der sich zuspitzende Handelskrieg zwischen den USA und China drückte auf die Stimmung. Hinzu kam die Tatsache, dass US-Präsident Donald Trump auch Zölle auf Importe aus Mexiko ins Rennen geschickt hat. Problem: Mexiko ist ein strategischer Knotenpunkt für die Automobilindustrie. Zeit für antizyklische Käufe bei Daimler?

In den letzten Tagen standen die Autowerte stark unter Druck. Größtes Problem ist der sich zuspitzende Handelskrieg zwischen den USA und China. Keiner der beiden Parteien wird hier wohl kurzfristig kleine bei geben. China ist dafür ein zu stolzes Land.
Zusätzlich drückte bei den Autowerten auf die Stimmung, dass US-Präsident Donald Trump nun auch Zölle gegen Waren aus Mexiko verhängt hat. Mexiko ist ein strategischer Knotenpunkt für die Automobilindustrie: Das Land liegt genau neben dem Großkunden USA, verfügt über eine geografische Schlüssellage, niedrige Löhne sowie Freihandelsabkommen mit mehr als 40 Staaten. Viele ausländische Autobauer wie etwa Daimler, Toyota, VW und General Motors haben in Mexiko viel Geld in neue Werke gesteckt.

RBC: Kursziel 67 Euro
Dennoch hat das Analysehaus RBC Daimler mit "Outperform" und einem Kursziel von 67 Euro in die Bewertung aufgenommen. Der Autobauer sei bei Elektrofahrzeugen gut positioniert, schrieb Analyst Joseph Spak in einer Branchenstudie. Strafzölle im Handelsstreit zwischen den USA und der Europäischen Union wären zwar problematisch, aber wohl keine Katastrophe.

Abwarten!
Anleger können vorerst durchatmen. Nachdem die wichtige horizontale Unterstützungszone im Bereich von 47 Euro und 48 Euro nicht gehalten hat, fing sich das Papier  bei rund 45,00 Euro. Nach unten wartet die nächste Unterstützung erst im Bereich von 43,50 Euro. So niedrig notierte die Daimler-Aktie im Juni 2013.

Das Chartbild hinterlässt erst wieder einen besseren Eindruck, sobald die Daimler-Aktie nach oben den horizontalen Widerstand bei 48,50 Euro überwindet. Was den Gesamtmarkt betrifft, so kann noch keine Entwarnung geben werden. Abwarten!