Der chinesische Markt für Elektroautos galt lange als unaufhaltsame Wachstumsmaschine – angetrieben von großzügigen Subventionen, politischem Rückenwind und einer kaufbereiten Mittelschicht. Inzwischen hat sich das Tempo spürbar verlangsamt. Kaufprämien wurden gestrichen, der politische Druck zur schnellen Marktdurchdringung hat nachgelassen. Die Expansion ins Ausland wird für BYD und Co zur strategischen Notwendigkeit. Analyst Ken Lee von UOB Kay Hian glaubt an die Zukunft von BYD. Er hat seine „Verkaufsempfehlung“ zurückgezogen und die Aktie mit einem neuen Kursziel von 130 Hongkong-Dollar (14,50 Euro) „ausgestattet“.
Der Umsatz des Elektroauto-Herstellers für das gesamte Geschäftsjahr 2025 lag bei 803,96 Milliarden Yuan (rund 116,3 Milliarden Dollar). Plus 3,5 Prozent. Der Nettogewinn lag bei 32,6 Milliarden Yuan (4,72 Milliarden US-Dollar). Minus 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit unter den Erwartungen der Analysten.
Angesichts des Aufschwungs auf den internationalen Märkten behielt BYD zum vierten Mal in Folge seine Position als weltweit meistverkaufte NEV-Marke. Zudem liegt BYD zum dritten Mal in Folge unter den zehn weltweit führenden Automobil-Herstellern der Welt.
BYD selbst begründete den Margenrückgang vor allem mit einem veränderten Produktmix. Zugleich betonte das Management, dass sich die chinesische Autoindustrie derzeit in einer brutalen „Knockout-Phase“ befinde.
Positiv: Das Auslandsgeschäft entwickelt sich zunehmend zum neuen Wachstumstreiber: 2025 stiegen die Exporte auf rund 1,05 Millionen Autos. Damit wurde erstmals die Marke von einer Million Einheiten geknackt.
Heute, 14:35