Der europäische Automarkt zeigt weiter Stärke: Im April stiegen die Pkw-Neuzulassungen in der EU um 5,1 Prozent auf rund 972.000 Fahrzeuge. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus damit auf 4,2 Prozent beziehungsweise knapp 3,8 Millionen Autos. Besonders dynamisch entwickelt sich der Markt für Elektrofahrzeuge. Der Anteil rein batterieelektrischer Modelle kletterte in den ersten vier Monaten von gut 15 auf nahezu 20 Prozent.
Vor allem in den großen EU-Märkten zog die Nachfrage spürbar an. In Deutschland legten die Neuzulassungen um knapp drei Prozent zu, in Italien sogar um fast zwölf Prozent. Spanien verzeichnete ein Plus von mehr als acht Prozent. Lediglich Frankreich schwächelte leicht und blieb sowohl im April als auch im bisherigen Jahresverlauf hinter dem Vorjahr zurück. Auch außerhalb der EU läuft es rund: Der britische Automarkt wuchs von Januar bis April um neun Prozent.
An der Spitze bleibt Volkswagen klar dominierend. Der Wolfsburger Konzern brachte im April europaweit mehr als 266.000 Fahrzeuge neu auf die Straße – ein Zuwachs von über drei Prozent. Dahinter folgen Stellantis mit Marken wie Fiat, Peugeot und Opel sowie Renault. Während BMW leichte Rückgänge hinnehmen musste, konnte Mercedes-Benz die Zulassungen leicht steigern.
Für Aufmerksamkeit sorgen zunehmend chinesische Hersteller. Zwar bewegen sich deren Marktanteile insgesamt noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau, das Wachstum fällt jedoch teils rasant aus. Besonders Chery konnte zulegen und seinen Marktanteil auf 1,3 Prozent verdreifachen. BYD kam im ersten Jahresdrittel auf 1,9 Prozent und erreichte damit mehr als doppelt so hohe Werte wie im Vorjahr. Auch Konzerne wie Geely mit Volvo und Polestar sowie SAIC mit der Marke MG gewinnen in Europa Schritt für Schritt an Bedeutung.
Die Aktien der deutschen Autobauer sind weiterhin angeschlagen. Zuletzt konnten sich die Titel aber stabilisieren. DER AKTIONÄR sieht hier weiterhin BMW am besten positioniert. Die Aktie von Volkswagen hat zuletzt mit dem Sprung über die 50-Tage-Linie ein positives Signal generieren können. BYD versucht den harten Wettbewerb inklusive Margendruck in China mit einem zunehmenden Absatz im Ausland wettzumachen. DER AKTIONÄR bleibt langfristig bei seiner positiven Einschätzung für die Aktie. Aus technischer Sicht wäre die Rückeroberung der 200-Tage-Linie wichtig.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz., Mercedes-Benz.
Heute, 07:53