An der Dow-Spitze zogen die Papiere von Boeing um 5,4 Prozent an. Die Aktie des Flugzeugbauers profitierte von positiven Analystenkommentaren. So stufte Exane BNP Paribas die Aktien auf "Outperform" hoch und rechnet so damit, dass sich die Papiere in den kommenden zwölf Monaten besser als der Sektor entwickeln werden. Auch Jefferies sieht für die Aktie weiteres Potenzial.
Boeing befindet sich operativ auf Erholungskurs: Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 8 Prozent auf 24,6 Milliarden Dollar, die Auslieferungen erhöhten sich auf 171 Flugzeuge und der Auftragsbestand erreichte einen Rekordwert von 715 Milliarden Dollar. Dennoch schrieb Boeing weiterhin einen Verlust – bereinigt waren es 0,76 Dollar Verlust je Aktie.
Sheila Kahyaoglu vom Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Boeing nach den Zahlen zum zweiten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 295 Dollar belassen. Das abgelaufene Jahresviertel sei ein voller Erfolg gewesen, schrieb Sheila Kahyaoglu in einer Studie am Montag. Im Kerngeschäft des Flugzeugbauers hätten sich die Dinge weiter verbessert. Nahezu die Hälfte der für dieses Jahr geplanten Auslieferungen seien im ersten Halbjahr bereits geschehen.
Zulassiug für die 737 Max 7
Damit nicht genug: Unter anderem meldete Boeing, dass die 737 Max 7 nach jahrelangen Verzögerungen die Zulassung der Federal Aviation Administration erhalten habe.
Heißt: Die Max 7 stärkt Boeings Position im wichtigen Markt für kleinere Mittelstreckenflugzeuge. Fast zehn Jahre Verzögerung sind beendet – ein Imageschaden wird zumindest teilweise kleiner.
Darin steckt deutliches Erholungspotenzial, aber auch die Erwartung, dass Boeing seine Probleme bei Qualität, Produktion, Verschuldung und dem verspäteten 777X-Programm tatsächlich in der Zukunft lösen wird.
Warum Airbus derzeit die bessere Wahl ist
Airbus liefert bereits profitabler und verlässlicher: Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Umsatz um 12 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT auf 2,73 Milliarden Euro. Gleichzeitig bestätigte Airbus seine Jahresziele von rund 870 Auslieferungen, 7,5 Milliarden Euro bereinigtem EBIT und etwa 4,5 Milliarden Euro Free Cashflow. Der Auftragsbestand umfasst zudem 9.222 Verkehrsflugzeuge.
Boeing ist die chancenreichere Turnaround-Wette – Airbus aktuell aber das solidere Qualitätsinvestment.
Enthält Material von dpa-AFX
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