Seit der Wochenmitte hat sich die Aktie von Redcare Pharmacy spürbar von den Mehrmonatstiefs erholt. Auch am Freitag kann der SDAX-Wert weitere drei Prozent nach oben klettern. Frischen Rückenwind liefert ein positiver Analystenkommentar.
Jan Koch von Deutsche Bank Research rät weiterhin zum Kauf der Anteile der Online-Apotheke. Analyst Jan Koch sieht in der jüngsten Kursschwäche aktuell eine besonders gute Einstiegschance.
Er empfahl den Anlegern daher in seinem "Catalyst Call" den Kauf seiner "Buy Idea". Die Ergebnisse des dritten Quartals dürften die jüngst angehobenen Jahresziele untermauern, welche ohnehin immer noch konservativ erschienen. Derweil erwartet er keinen regulatorischen Gegenwind, und die Anleger konzentrierten sich wohl zunehmend auf das Jahr 2027, das weiteres starkes Gewinnwachstum verspreche.
Bereits am Donnerstag waren die Redcare-Anteilsscheine um mehr als elf Prozent angesprungen. Mit dem Kurssprung hat sich auch das Chartbild für die Papiere von Redcare Pharmacy deutlich aufgehellt. So konnte die viel beachtete 200-Tage-Linie (blau) zurückerobert werden.
Zuvor belastete die Aktie des Online-Arzneimittelversenders ein angekündigter Wechsel auf dem Chefposten. Ab dem 1. Oktober wird Peter Schmid von Linstow als CEO von Redcare Pharmacy agieren. Derzeit ist der Manager noch der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats der Gesellschaft. Die Bestellung soll auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Oktober von den Aktionären der europäischen Versandapotheke durchgewunken werden.
Durch die Kursgewinne vom gestrigen Donnerstag und heutigen Freitag hellt sich die charttechnische Verfassung der Redcare-Aktie wieder auf. DER AKTIONÄR bleibt grundsätzlich von der langfristigen Wachstumsstory überzeugt, kurzfristig fehlen jedoch die Impulse. Anleger warten ab.
Enthält Material von dpa-AFX
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