Beim Münchner Autobauer BMW beginnt am morgigen Donnerstag ein neues Kapitel in der Firmengeschichte: Denn nach mittlerweile nahezu sieben Jahren an der Spitze des DAX-Konzerns gibt Oliver Zipse den Vorstandsvorsitz ab. Mit Ablauf des Tages übernimmt Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic planmäßig die Führung des Automobilherstellers.
Der Führungswechsel ist allerdings keine Überraschung. Dieser Schritt ist bereits Ende des vergangenen Jahres angekündigt worden. Zipse verabschiedete sich auf der Hauptversammlung nach einer Amtszeit, die stark von weltweiten Krisen und schwierigen Rahmenbedingungen geprägt war. Aufsichtsratschef Nicolas Peter würdigte dabei insbesondere dessen Führungsstil in turbulenten Zeiten: "Oliver Zipse hat auch gegen äußere Widerstände stets klare Position bezogen und das Unternehmen damit in volatilen Zeiten strategisch auf Kurs gehalten."
Auch aus Stuttgart gab es zum Abschied anerkennende Worte. Mercedes-Chef Ola Källenius richtete sich über Instagram an Zipse und erklärte, er habe den fairen Wettbewerb sowie den konstruktiven Austausch mit ihm und seinem Team über viele Jahre hinweg sehr geschätzt. Zugleich wünschte er dem scheidenden BMW-Chef: "Alles Gute für Deine Zukunft. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft."
Indes gab es bei der Hauptversammlung keine größeren Überraschungen. Demnach können sich die Anteilseigner des DAX-Unternehmens erneut über eine stattliche Dividendenzahlung freuen. Für das abgelaufene Jahr soll ein Betrag von 4,40 Euro je Aktie ausgeschüttet werden. Daraus würde sich ausgehend vom aktuellen Kursniveau eine Rendite von 5,4 Prozent errechnen.
DER AKTIONÄR bleibt dabei: Viele Experten sehen BMW gerade mit den neuen Modellen auf Augenhöhe mit der starken Konkurrenz aus China. Sobald im wichtigsten Absatzmarkt der Welt erste Anzeichen für eine Erholung sichtbar sind, dürfte die Aktie wieder Schwung nach oben aufnehmen. Wer investiert ist, bleibt dabei.
Heute, 20:39