BMW hat im ersten Quartal eine Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern im Autogeschäft von 5,0 Prozent eingefahren. Ein Rückgang von 1,9 Prozent im Jahresvergleich, dennoch besser als von den Analysten im Vorfelderwartet wurde. Die Aktie legte im Anschluss deutlich zu. Aus charttechnischer Sicht richtet sich der Blick kauf die nächste Widerstandszone zwischen 84 und 85 Euro.
Der Konzerngewinn von BMW vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel um gut 36 Prozent auf 2 Milliarden Euro. Der Umsatz ging um gut 8 Prozent auf 31 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich sackte der Überschuss um fast ein Viertel auf 1,67 Milliarden Euro ab.
Bernstein Research-Analyst Stephen Reitman attestierte dem Autobauer dennoch einen "sehr sauberen" Quartalsbericht. Sein Kursziel lautet 108 Euro. 92 Euro hält Philippe Houchois von Jefferies für machbar.
Charttechnisch hat die BMW-Aktie nach der erfolgreichen Verteidigung der wichtigen Unterstützungszone im Bereich von 74 Euro zuletzt wieder deutlich an Stabilität gewonnen. „Die Käufer konnten damit ein weiteres Abrutschen verhindern und zugleich die Grundlage für eine neue Aufwärtsbewegung schaffen. Besonders interessant ist dabei das jüngst entstandene Eröffnungsgap, das am 06.05. als mögliches Breakout-Gap interpretiert werden kann. Ein Signal, das häufig den Beginn einer dynamischeren Trendphase markiert. Die Aktie hat sich damit aus ihrer kurzfristigen Konsolidierung nach oben gelöst“ sagt Charttechnik-Experte Martin Utschneider von RoboMarkets Deutschland.
„Auch die technischen Indikatoren liefern zunehmend Rückenwind für die Bullen. Das Momentum hat seine zuvor klar negative Tendenz nahezu vollständig abgebaut und signalisiert eine spürbare Verbesserung der kurzfristigen Dynamik. Der MACD steht zudem kurz davor, ein frisches Kaufsignal zu generieren, was als zusätzliche Bestätigung des positiven Trends gewertet werden könnte. Insgesamt verdichten sich damit die Hinweise, dass die BMW-Aktie ihre jüngste Erholung fortsetzen und in den kommenden Handelstagen die markante Widerstandszone um 84 bis 85 Euro ins Visier nehmen könnte“, ergänzt Utschneider.
BMW ist mit einem Portfolio an Verbrennern, Hybriden und reinen E-Autos gut positioniert. Viele Experten sehen BMW mit den Modellen der "Neuen Klasse" auf Augenhöhe mit der starken Konkurrenz aus China. Wichtig wird das Pricing in China sein. Kann BMW im wichtigsten Absatzmarkt der Welt bei den Konsumenten mit den neuen Elektroautos wieder Pluspunkte sammeln und den Absatzrückgang stoppen, wird die Aktie weiteren Rückenwind bekommen. Charttechnisch richtet sich der Blick aktuell auf die nächste markante Widerstandszone zwischen 84 und 85 Euro. Wer investiert ist, bleibt dabei.
Heute, 14:45