Seit Monaten zeigt der Trend bei Siemens Healthineers nach unten. Am Donnerstag zählt der Medizintechnikkonzern wieder einmal zu den schwächsten Werten im DAX. Wegen anhaltender Probleme der Labordiagnostik-Sparte in China sowie der wieder steigenden Inflation musst der Konzern die Jahresprognose senken.
Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 musste Siemens Healthineers einen Umsatzrückgang um 3,9 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro verkraften. Auf vergleichbarer Basis stiegen die Erlöse immerhin um 3,1 Prozent. Das wichtige Geschäft mit der Bildgebung auch die Precision Therapy konnten zwar weiter zulegen, doch die Labordiagnostik, die der Konzern vor Längerem zur Disposition gestellt hat. verzeichnete auch währungsbedingt ein deutliches Minus. Unter dem Strich verdiente Healthineers mit 512 Millionen Euro auch 4,5 Prozent weniger.
Für das Gesamtjahr hat der DAX-Konzern die Prognose wegen des schwachen Quartals gesenkt. Der Umsatz soll auf vergleichbarer Basis – also bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte – um 4,5 bis 5,0 Prozent steigen. Bislang standen 5,0 bis 6,0 Prozent auf dem Zettel. Das bereinigte Ergebnis je Aktie wird nun bei 2,20 bis 2,30 Euro erwartet. Zuvor lag das obere Ende der Spanne noch bei 2,30 Euro. Experten rechnen bislang mit einem Wert am oberen Ende der neuen Prognose.
Healthineers habe mit den Zahlen die ohnehin niedrigen Erwartungen verfehlt, lautet der Tenor am Markt. Vor allem die Diagnostik-Sparte sei weiter auf dem falschen Weg.
Grundsätzlich ist und bleibt Medizintechnik zwar ein spannender Markt. Doch die Kursentwicklung bei Siemens Healthineers lässt mittlerweile seit Jahren zu wünschen übrig. Die Ausgliederung der Labordiagnostik benötigt zudem noch Zeit. Die erneute Gewinnwarnung kommt zwar nicht überraschend, sorgt aber weiter für Verkaufsdruck. Ein Einstieg drängt sich nach wie vor nicht auf.
Heute, 10:44