Der Spezialchemiekonzern Lanxess ist schwach in das Jahr 2026 gestartet. Belastet wurde der Spezialchemiekonzern weiterhin von der mauen Konjunktur, geopolitischen Unsicherheiten sowie den Auswirkungen früherer Portfolioverkäufe. Der Umsatz sank im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,9 Prozent auf 1,378 Milliarden Euro.
Auch beim operativen Ergebnis musste das Unternehmen Rückgänge hinnehmen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen fiel von 133 Millionen auf 94 Millionen Euro und lag damit 29,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die entsprechende Marge verringerte sich von 8,3 auf 6,8 Prozent. Der Nettoverlust erhöhte sich von 57 auf 141 Millionen Euro.
Für die kommenden Monate rechnet der Konzern zunächst nach wie vor mit schwierigen Marktbedingungen. Dennoch erwartet Lanxess im zweiten Quartal eine deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses. Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll dann zwischen 130 und 150 Millionen Euro liegen.
An seiner Jahresprognose hält das Management fest. Demnach rechnet Lanxess für das Gesamtjahr 2026 weiterhin mit einem EBITDA vor Sondereinflüssen in einer Spanne von 450 bis 550 Millionen Euro.
Lanxess-CEO Matthias Zachert betonte: „Der Jahresstart war schwach, aber seit März sehen wir ein leicht positives Momentum. Durch den Konflikt im Nahen Osten sind die Lieferketten vieler asiatischer Wettbewerber gestört und Kunden wenden sich wieder stärker europäischen Anbietern wie LANXESS zu. Lieferfähigkeit ist derzeit ein bedeutender Wettbewerbsvorteil. Gleichzeitig haben wir für viele unserer Produkte die Preise erhöht, um die gestiegenen Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik weiterzugeben.“
Die Lanxess-Aktie bleibt nach wie vor ein sehr heißes Eisen und dementsprechend nur für ganz Mutige geeignet. Alle anderen verharren vorerst weiter an der Seitenlinie, zumal das Marktumfeld weiterhin schwierig bleibt.
Heute, 07:38