++ 100 Prozent mit Tech-Aktien ++

Rheinmetall: Zahlen und Prognose bestätigt – Papperger: „Wir sind auf gutem Kurs“

Rheinmetall: Zahlen und Prognose bestätigt – Papperger: „Wir sind auf gutem Kurs“
Foto: Wolfgang Rattay/Reuters
Rheinmetall AG -%
Jan-Paul Fóri Heute, 08:27 Jan-Paul Fóri

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall hat am Morgen seine endgültigen Zahlen für das erste Quartal vorgelegt und dabei die vorläufigen Eckdaten bestätigt. Die Botschaft ist klar: Die Rüstungsschmiede wächst profitabel, die Auftragsbücher quellen über und der Umbau zum „Global Defence Champion“ schreitet mit der Integration der Marine-Sparte in schnellen Schritten voran. 

Rheinmetall bleibt auf der Überholspur. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Konzernumsatz um acht Prozent auf 1,94 Milliarden Euro. Was auf den ersten Blick nach einem soliden Wachstum aussieht, birgt bei genauerem Hinsehen ordentlich Dynamik: Das Vorjahresquartal war durch Vorzieheffekte extrem stark. 

Konzernchef Armin Papperger erwartet dennoch schon im laufenden zweiten Quartal eine deutliche Beschleunigung des Wachstums. „Wir konnten uns gegenüber dem sehr erfolgreichen Vorjahresquartal weiter steigern. Insbesondere für das zweite Quartal 2026 erwarten wir ein stärkeres Wachstum beim Umsatz und beim Auftragseingang, wo wir mit großvolumigen Beauftragungen im Marine- sowie im Fahrzeugbereich rechnen“, sagte der Rheinmetall-Chef. Damit dürfte Rheinmetall seine Rolle als einer der größten Profiteure des globalen Aufrüstungszyklus weiter ausbauen.

Noch wichtiger als das Umsatzplus ist der Blick auf die Profitabilität. Das operative Ergebnis kletterte um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro. Gleichzeitig verbesserte sich die operative Marge deutlich von 10,6 auf 11,6 Prozent. Armin Papperger: „Die planmäßige Ausweitung der Auslastung unserer Kapazitäten ermöglicht es uns, die Profitabilität weiter zu steigern. Mit der erfolgreichen Übernahme der Naval Systems sind wir in ein neues Marktsegment eingetreten und schaffen auch dort profitables Wachstum. Ich bin sehr zufrieden mit dem Stand der Integration.“

Auftragsbestand steigt deutlich

Der Auftragsbestand inklusive Rahmenverträgen erreichte zum 31. März die Marke von 73 Milliarden Euro (Vorjahr: 56 Milliarden Euro). Zum Vergleich: Das entspricht etwa dem Fünffachen des für 2026 geplanten Jahresumsatzes.

Erstmals enthalten ist hier das neue Segment Naval Systems. Durch die Übernahme der Marine-Sparte von Lürssen ist Rheinmetall nun auch auf den Weltmeeren ein Schwergewicht. Mit einem Start-Auftragsbestand von 5,5 Milliarden Euro im maritimen Bereich und ersten operativen Gewinnen nach nur einem Monat Konsolidierung zeigt sich: Die Integration läuft wie am Schnürchen.

Prognose bestätigt

Für das Gesamtjahr bleibt Rheinmetall äußerst optimistisch und bestätigte die bisherige Prognose. Der Umsatz soll demnach 14 bis 14,5 Milliarden Euro betragen. Die operative Marge soll dabei 19 Prozent erreichen. Damit würde der Konzern gegenüber 2025 erneut einen gewaltigen Wachstumssprung hinlegen. Zum Vergleich: Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte der Rüstungskonzern einen Erlös von 9,9 Milliarden Euro und eine operative Marge von 18,5 Prozent.

„Insgesamt sind wir auf gutem Kurs zur Erreichung unserer anspruchsvollen Jahresziele. Auch im Drohnenbereich haben wir uns erfolgreich positioniert und vor wenigen Tagen mit Loitering Munition einen strategisch bedeutenden Auftrag gewonnen, der noch viel Potenzial beinhaltet. Wir sind nun in allen wichtigen Bereichen ein relevanter Akteur – zu Lande, zu Wasser, in der Luft, im Cyber-Bereich und im Weltraum – und damit auf unserem Weg zum globalen Rüstungs­champion“, so Papperger.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Die endgültigen Zahlen von Rheinmetall enthielten keine großen Überraschungen. Beim Düsseldorfer Rüstungskonzern, der auch Teil des AKTIONÄR-Depots ist, läuft es weiterhin rund. DER AKTIONÄR bleibt für Rheinmetall bullish, die Aktie ein Kauf. Der Superzyklus im Rüstungssektor hat gerade erst begonnen.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Rheinmetall-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Rheinmetall - €

Aktuelle Ausgabe

Tech-Comeback: Diese 3 Tipps zünden jetzt

Nr. 20/26 8,90 €
Paypal Sofortkauf Im Shop kaufen Sie erhalten einen Download-Link per E-Mail. Außerdem können Sie gekaufte E-Paper in Ihrem Konto herunterladen.

Buchtipp: Vom Schlachtfeld bis zum Serverraum

KI-gesteuerte Waffensysteme erfassen Ziele und bekämpfen sie, bevor ein Mensch sie überhaupt wahrgenommen hat. Autonome Cyber-Agenten verteidigen kritische Infrastrukturen: Der digitale Krieg ist längst Realität. China, Russland und die USA sind führend bei der Entwicklung autonomer Waffensysteme zu Lande, zu Wasser, in der Luft, im Orbit. Wie muss sich Europa angesichts der neuen Entwicklungen aufstellen? Wie können wir eine Verteidigung mit Verantwortung organisieren, die unsere ethischen Werte reflektiert? Der IT-Experte Dr. Eldar Sultanow blickt unter anderem hinter die Kulissen der Bundeswehr und skizziert eine neue Verteidigungskultur, mit der wir unsere Demokratie und unsere Werte schützen und nicht auf dem Schlachtfeld opfern

Vom Schlachtfeld bis zum Serverraum

Autoren: Sultanow, Eldar
Seitenanzahl: 224
Erscheinungstermin: 27.01.2026
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-68932-062-1

Preis: 19,90 €