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20.08.2021 Marion Schlegel

BioNTech – Deutschland auf dem Weg zur „Apotheke der Welt“?

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BioNTech

Nach den deutlichen Verlusten am Donnerstag ist die Aktie von BioNTech am heutigen Handelstag mit einem leichten Plus in den Tag gestartet, mittlerweile ist sie aber wieder ins Minus gerutscht. Am frühen Nachmittag notiert das Papier auf der Handelsplattform Tradegate 0,7 Prozent im Minus bei 282,10 Euro.

BioNTech (WKN: A2PSR2)

Neben Gewinnmitnahmen haben auch verstärkte Sorgen über mögliche Nebenwirkungen die Aktie belastet. Zudem zeigte eine Studie von Forschern der Universität Oxfort, die den Corona-Impfstoff von Astrazeneca mitentwickelt haben, dass die Wirksamkeite gegen eine Infektion mit dem Corona-Virus bei einer Impfung mit zwei Dosen BioNTech/Pfizer schneller abnehme als mit einer Zweifachdosis Astrazeneca. Damit würde der anfängliche Vorteil einer höheren Wirksamkeit von BioNTech schnell schwinden. Allerdings wurde die Studie noch nicht von unabhängigen Experten geprüft.

Derweil hat die Bundeskanzlern Angela Merkel BioNTech im Impfstoffwerk im hessischen Marburg einen Besuch abgestattet. Dabei rief sie erneut alle noch nicht gegen SARS-CoV-2 Geimpften auf, die Chance zur Impfung zu nutzen. „Ich möchte alle bitten, die noch nicht geimpft sind“, sich und andere zu schützen, sagte Merkel.

Wie die Nachrichtenagentur AFP und das Ärtzelbatt melden, sagte BioNTech-Mitgründerin Özlem Türeci im Zuge des Treffens, dass das Werk in Marburg „eine der größten Produktionsstätten für mRNA-Impfstoff in Europa und weltweit“ geworden sei. BioNTech wolle von Deutschland aus einen Beitrag zur Überwindung der Pandemie leisten, künftig könne das Land möglicherweise dann „wieder die Apotheke der Welt“ werden.

Auch DER AKTIONÄR erwartet noch sehr viel von BioNTech. Die aktuelle Schwächephase könnte zwar nach der enormen Rallye der vergangenen Monate noch etwas andauern, noch nicht investierte Anleger bekommen so aber möglicherweise die Chance, noch einmal etwas günstiger zuzugreifen.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech.

Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von BioNTech befinden sich im AKTIONÄR-Depot.


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