Einstiegschance – bei diesen 11 Top-Aktien
Foto: Shutterstock
09.12.2019 Michel Doepke

Bayer: Luft zum durchatmen, aber...

-%
Bayer

Bei Bayer sind die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten weiter ungelöst. Doch nun gibt es zumindest einen Teilerfolg aus den USA zu vermelden: Zwei Gerichte verschieben die für Januar angedachten Glyphosat-Prozesse gegen die Bayer-Tochter Monsanto. Das verschafft dem Konzern mehr Zeit für Vergleichsverhandlungen.

Zwei weitere wichtige US-Prozesse gegen Bayer wegen möglicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter sind vertagt worden. Eine eigentlich für den 15. Januar geplante Gerichtsverhandlung im kalifornischen Lake County wurde nach Bayer-Angaben von Freitag um etwa sechs Monate verschoben. Einer der Gründe dafür sei, dass die Streitparteien mehr Zeit für Vergleichsverhandlungen erhalten. Das gelte auch für einen Prozess in Alameda County, ebenfalls in Kalifornien, der am 21. Januar hätte beginnen sollen und nun auf zunächst unbestimmte Zeit vertagt wurde.

Bayer hat mit dem über 60 Milliarden Dollar schweren Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto 2018 erhebliche Rechtsrisiken übernommen. Zuletzt war der Konzern mit rund 42.700 US-Klagen wegen angeblicher Krebsgefahren von Produkten des US-Saatgutriesens konfrontiert. Die ersten drei Prozesse vor US-Gerichten hatte Bayer verloren und hohe Schadenersatz-Urteile kassiert. Alle weiteren Verfahren in diesem Jahr wurden bereits verschoben.

Bayer (WKN: BAY001)

Die Verschiebung der Glyphosat-Prozesse ist ganz klar positiv zu werten. Das verschafft Zeit, doch die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten bleiben zunächst ungelöst. DER AKTIONÄR rät daher unverändert von einem Einstieg bei der Bayer-Aktie ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Bayer - €

Buchtipp: Stock-Picking mit Nebenwerten

Jeder Anleger kennt die Werte aus den großen Indizes. Außerhalb von DAX, MDAX und TecDAX nimmt die Coverage jedoch drastisch ab. Schon im SDAX werden nicht alle Titel regel­mäßig analysiert und wenn, dann nur von wenigen Experten. In ihrem zeitlosen, nun unverändert neu aufgelegten Klassiker „Stock-Picking mit Nebenwerten“ zeigt die im September 2020 verstorbene Börsenexpertin Beate Sander, wie Anleger erfolgreich auf die Suche nach interessanten Nebenwerten gehen können. Die Small-Cap-Indizes einfach durch Zertifikate nachzubilden dürfte angesichts der vergangenen Kurssteiger­ungen nicht mehr lohnend sein. Die gezielte Auswahl aussichtsreicher und unterbewerteter Papiere wird aber lukrativ bleiben. Dafür liefert Beate Sander gewohnt eloquent und kompetent das nötige Rüstzeug.
Stock-Picking mit Nebenwerten

Autoren: Sander, Beate
Seitenanzahl: 304
Erscheinungstermin: 15.07.2021
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-785-8