Vossloh AG: Rekordauftragsbestand zum Halbjahr 2026 unterstreicht anhaltend dynamisches Marktumfeld
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Vossloh AG: Rekordauftragsbestand zum Halbjahr 2026 unterstreicht anhaltend
dynamisches Marktumfeld
23.07.2026 / 07:30 CET/CEST
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Vossloh AG: Rekordauftragsbestand zum Halbjahr 2026 unterstreicht anhaltend
dynamisches Marktumfeld
* Auftragseingang steigt im ersten Halbjahr 2026 auf 828,5 Mio.EUR,
Book-to-Bill bei 1,17, Auftragsbestand mit 1.140,7 Mio.EUR auf neuem
Höchststand
* Umsatzwachstum von 21,9 % auf 710,1 Mio.EUR
* EBITDA auf 80,9 Mio.EUR verbessert - EBIT bei 32,4 Mio.EUR durch PPA-Effekte
für VTT Europa (Sateba) belastet
* Jüngster Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 mit absolutem Umsatzanstieg
und höherem EBITDA
Die Auftragssituation der Vossloh AG ("Vossloh") entwickelte sich im ersten
Halbjahr 2026 sehr erfreulich. So erhöhte sich der Auftragseingang deutlich
auf 828,5 Mio.EUR (H1-2025: 623,7 Mio.EUR) und erreichte damit einen neuen
Höchstwert für einen Halbjahreszeitraum. Neben der Einbeziehung von VTT
Europa (Sateba) trug hierzu auch die positive Entwicklung im bestehenden
Geschäft bei. Die Book-to-Bill-Quote auf Konzernebene belief sich im ersten
Halbjahr 2026 auf 1,17 nach 1,07 im Vorjahr. Im zweiten Quartal 2026
erzielte Vossloh Auftragseingänge in Höhe von 408,3 Mio.EUR und lag damit um
32,8 % über dem Niveau des Vorjahresquartals von 284,6 Mio.EUR. Entsprechend
stieg auch der Auftragsbestand im Zwölfmonatsvergleich um 31,8 % und
erreichte zum 30. Juni 2026 mit 1.140,7 Mio.EUR einen neuen Rekordwert.
"Unsere Rekordauftragslage zum Halbjahr ist ein starker Vertrauensbeweis
unserer Kunden und unterstreicht die unverändert hohe Dynamik in unserem
Marktumfeld. Auch wenn wir uns von den herausfordernden geopolitischen und
gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht gänzlich entkoppeln können
und sich einzelne Belastungen im laufenden Jahr nicht vermeiden lassen,
sehen wir Vossloh mit Blick auf die kommenden Jahre sehr gut positioniert,
um von den strukturell attraktiven Marktchancen weiter zu profitieren",
kommentiert Oliver Schuster, Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG.
Die Umsatzerlöse des Vossloh Konzerns legten im ersten Halbjahr 2026 um 21,9
% auf 710,1 Mio.EUR (H1-2025: 582,6 Mio.EUR) zu. Auch im zweiten Quartal wurde
mit 395,6 Mio.EUR ein deutliches Wachstum gegenüber dem entsprechenden
Vorjahreswert von 331,5 Mio.EUR erzielt. Auch das EBITDA lag nach sechs
Monaten mit 80,9 Mio.EUR dank des Beitrags von VTT Europa (Sateba) spürbar
über dem Vorjahreswert (74,2 Mio.EUR). Ein deutlich geringerer Ergebnisbeitrag
des Geschäftsbereichs Customized Modules belastete die Profitabilität,
sodass die EBITDA-Marge bei 11,4 % nach 12,7 % im Vorjahr lag. Das EBIT im
ersten Halbjahr 2026 wurde zusätzlich durch PPA-Effekte infolge der
Sateba-Akquisition in Höhe von 9,1 Mio.EUR reduziert und erreichte mit 32,4
Mio.EUR (EBIT-Marge: 4,6 %) nicht das hohe Vorjahresniveau (44,9 Mio.EUR; 7,7
%). Das Konzernergebnis belief sich auf 13,5 Mio.EUR (H1-2025: 34,7 Mio.EUR),
das Ergebnis je Aktie auf 0,15 EUR (H1-2025: 1,50 EUR).
Working-Capital-Intensität sinkt auf historischen Tiefstand -
Nettofinanzschuld soll bis Jahresende deutlich sinken
Die Nettofinanzschuld erhöhte sich im Zwölfmonatsvergleich, maßgeblich
getrieben durch die Finanzierung des Kaufpreises für die Sateba-Akquisition,
um 381 Mio.EUR auf 590,2 Mio.EUR (30.6.2025: 209,2 Mio.EUR). Die Eigenkapitalquote
lag zum Halbjahresstichtag bei soliden 40,1 % oberhalb des Jahresendwertes
aus 2025 (38,4 %). Der Free Cashflow war saisontypisch aufgrund des starken
Anstiegs des Working Capital mit -68,6 Mio.EUR negativ (H1-2025: -44,2 Mio.EUR).
Für das zweite Halbjahr 2026 wird ein signifikant positiver Free Cashflow
erwartet, sodass aus dem organischen Geschäft von einem deutlichen Rückgang
der Nettofinanzschuld bis zum Jahresende ausgegangen wird. Die
durchschnittliche Working-Capital-Intensität ging um 3,7 Prozentpunkte auf
14,6 % zurück und sank damit auf einen historischen Tiefstand im
Bahninfrastrukturgeschäft.
Core Components mit deutlichem Wachstum dank VTT (Europa)
Die Auftragseingänge im Geschäftsbereich Core Components stiegen im ersten
Halbjahr 2026 im Wesentlichen dank der erstmaligen Einbeziehung von VTT
Europa (Sateba) um 63,5 % auf 423,1 Mio.EUR (H1-2025: 258,8 Mio.EUR), das
Book-to-Bill-Verhältnis belief sich auf 1,21. Hervorzuheben waren ferner
Großaufträge für die entstehenden Hochgeschwindigkeitsstrecken in der
Provinz Shandong im Osten Chinas in einer Größenordnung von rund 60 Mio.EUR
sowie für den ersten Bauabschnitt der California High-Speed Line mit einem
Volumen von über 40 Mio.EUR. Der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs erhöhte
sich zum 30. Juni 2026 auf 569,6 Mio.EUR (H1-2025: 332,9 Mio.EUR). Der Umsatz
von Core Components legte im Berichtszeitraum akquisitionsbedingt um mehr
als 60 % auf 348,5 Mio.EUR zu (H1-2025: 214,3 Mio.EUR) zu. Das EBITDA stieg von
31,8 Mio.EUR auf 54,5 Mio.EUR und das EBIT erhöhte sich um 28,8 % auf 27,2 Mio.EUR
(H1-2025: 21,1 Mio.EUR). Während sich die PPA-Effekte für Sateba negativ
bemerkbar machten (9,1 Mio.EUR), profitierte der Geschäftsbereich von einem
positiven Effekt aus der Übergangskonsolidierung eines litauischen Joint
Ventures (4,4 Mio.EUR).
Customized Modules mit verhaltener Entwicklung im ersten Halbjahr
Der Geschäftsbereich Customized Modules verzeichnete im ersten Halbjahr 2026
Auftragseingänge von 296,7 Mio.EUR (H1-2025: 259,6 Mio.EUR), das
Book-to-Bill-Verhältnis belief sich auf 1,04. Höhere Auftragseingänge wurden
insbesondere in Tansania, Polen und der Türkei erzielt. Der Auftragsbestand
zum 30. Juni 2026 erreichte 505,1 Mio.EUR (30.6.2025: 498,9 Mio.EUR). Beim
Umsatz konnte der Geschäftsbereich mit 284,6 Mio.EUR das Rekordniveau aus dem
ersten Halbjahr 2025 (282,5 Mio.EUR) halten. Höhere Umsätze in Schweden,
Marokko, Algerien sowie Australien glichen Minderumsätze in anderen Regionen
aus. Das EBITDA ging auf 29,4 Mio.EUR zurück (H1-2025: 41,5 Mio.EUR), das EBIT
auf 17,5 Mio.EUR (H1-2025: 32,0 Mio.EUR). Der Rückgang ging vor allem auf einen
veränderten Projektmix sowie höhere Logistikkosten zurück. Zudem war das
EBIT im Vorjahr durch höhere positive Einmaleffekte in einer schwedischen
Gesellschaft sowie durch einen positiven Bucheffekt aus der
Übergangskonsolidierung eines chinesischen Joint Ventures begünstigt
gewesen. Die EBIT-Marge verringerte sich gegenüber dem Vorjahreswert auf 6,1
%.
Lifecycle Solutions bei Umsatz und Ergebnis unter Vorjahr - dynamische
Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr erwartet
Im Geschäftsbereich Lifecycle Solutions wurden im ersten Halbjahr 2026
Auftragseingänge in etwa auf Vorjahresniveau von 121,3 Mio.EUR (H1-2025: 123,5
Mio.EUR) realisiert. Positiv entwickelte sich dabei die Nachfrage insbesondere
in China und im Heimatmarkt Deutschland. Der Auftragsbestand des Bereichs
lag mit 71,9 Mio.EUR deutlich über Vorjahr (48,4 Mio.EUR). Die Umsatzerlöse
blieben mit 95,2 Mio.EUR um 6,4 % hinter dem Vorjahresniveau zurück (101,7
Mio.EUR). Das EBITDA belief sich auf 7,7 Mio.EUR (H1-2025: 10,4 Mio.EUR), das EBIT
auf -1,1 Mio.EUR (H1-2025: 1,7 Mio.EUR). Trotz einer positiven Entwicklung im
zweiten Quartal reichten die Ergebnisgrößen aufgrund der geringeren Umsätze
bei einem margenschwächeren Auftragsmix nicht an die Vorjahresentwicklung
heran.
Zahl der Mitarbeitenden legt akquisitionsbedingt deutlich zu
Zum 30. Juni 2026 beschäftigte der Vossloh Konzern weltweit insgesamt 5.588
Mitarbeitende. Gegenüber dem Vorjahresstichtag erhöhte sich die Zahl der
Beschäftigten damit aufgrund der Einbeziehung von VTT Europa (Sateba) um 941
Mitarbeitende beziehungsweise rund 20 %.
Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 jüngst angepasst - Zuversicht für
Folgejahre ab 2027
Auf Basis der jüngsten Erkenntnisse zur Geschäftsentwicklung hat der
Vorstand der Vossloh AG die Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende
Geschäftsjahr am 13. Juli 2026 angepasst. Für 2026 erwartet Vossloh nunmehr
Umsatzerlöse in einer Bandbreite von 1.510 Mio.EUR bis 1.610 Mio.EUR (2025:
1.343,2 Mio.EUR). Es wird weiterhin dank der Einbeziehung von VTT Europa
(Sateba) ein absoluter Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr prognostiziert.
Insbesondere geringere Abrufe aus bestehenden Rahmenverträgen in einzelnen
Ländern sowie Verschiebungen einzelner für 2026 geplanter Lieferungen im
Zusammenhang mit Neubauprojekten in das Folgejahr sind ursächlich für die
vorgenommene Anpassung. Das EBITDA soll nunmehr 195 Mio.EUR bis 210 Mio.EUR
(2025: 179,4 Mio.EUR) erreichen, das EBIT 100 Mio.EUR bis 110 Mio.EUR (2025: 111,9
Mio.EUR). Neben den geringeren Ergebnisbeiträgen aus den angepassten
Umsatzerwartungen belasten temporär höhere Beschaffungs- und Logistikkosten
das Ergebnis, die im Geschäftsjahr 2026 nicht in vollem Umfang an Kunden
weitergegeben werden können. Darüber hinaus fallen zusätzliche Aufwendungen
im Zusammenhang mit punktuellen Kapazitätsanpassungen sowie geplanten
M&A-Projekten an.
Ungeachtet der Prognoseanpassung beurteilt der Vorstand die mittel- und
langfristigen Marktperspektiven weiterhin positiv. Die zugrunde liegenden
Belastungen werden überwiegend als temporär beziehungsweise einmalig
eingeschätzt. Vor diesem Hintergrund erwartet Vossloh für das Geschäftsjahr
2027 weiterhin ein deutliches organisches Wachstum sowie eine deutliche
Verbesserung des EBIT.
Entwicklung wichtiger Finanzkennzahlen:
Vossloh Konzern 1-6/202- 1-6/202- Q2/202- Q2/202-
6 5 6 5
Auftragseingang Mio.- 828,5 623,7 408,3 284,6
EUR
Auftragsbestand zum 30.6. Mio.- 1.140,7 865,8
EUR
Umsatz Mio.- 710,1 582,6 395,6 331,5
EUR
EBITDA Mio.- 80,9 74,2 56,7 52,5
EUR
EBITDA-Marge % 11,4 12,7 14,3 15,8
EBIT Mio.- 32,4 44,9 32,2 37,6
EUR
EBIT-Marge % 4,6 7,7 8,1 11,3
Konzernergebnis Mio.- 13,5 34,7 19,3 27,7
EUR
Ergebnis je Aktie EUR 0,15 1,50 0,72 1,25
Wertbeitrag Mio.- -39,6 -2,5 -4,4 13,6
EUR
ROCE % 4,3 9,0 8,4 14,9
Nettofinanzverschuldung zum Mio.- 590,2 209,2
30.6. EUR
Eigenkapitalquote zum 30.6. % 40,1 50,0
Mitarbeitende zum 30.6. 5.588 4.647
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Über Vossloh:
Vossloh ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen für
Schieneninfrastruktur mit Hauptsitz in Deutschland, dessen Produkte und
Dienstleistungen in mehr als 100 Ländern zum Einsatz kommen.
Auf der Grundlage von 140 Jahren Erfahrung bietet Vossloh
Schienenbefestigungssysteme, Betonschwellen, Weichen und Kreuzungen,
Dienstleistungen sowie digitale Lösungen für die Zustandsüberwachung und
vorausschauende Instandhaltung an, für konventionelle,
Hochgeschwindigkeits-, Schwerlast- und Stadtbahnnetze.
Vossloh beschäftigt rund 5.500 Mitarbeiter und betreibt mehr als 60
Produktionsstandorte weltweit. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2025
einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro.
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