Die Aktie von Formycon stand zuletzt unter Druck. Vor allem die Verschiebung des Geschäftsberichts für 2025, der im April erscheinen soll, sorgte jüngst für etwas Unruhe. Im Interview mit dem AKTIONÄR blickt Formycon-Chef Dr. Stefan Glombitza optimistisch in die Zukunft und hebt die Chancen mit dem Keytruda-Biosimilar-Kandidaten FYB206 hervor.
Herr Dr. Glombitza, von welchen Produkten werden in diesem und nächsten Jahr die größten Wachstumsimpulse ausgehen?
Dr. Stefan Glombitza: Die wesentlichen Wachstumsimpulse in diesem und im kommenden Jahr erwarten wir aus mehreren Produkten in unterschiedlichen Phasen der Wertschöpfung. Im Mittelpunkt steht weiterhin unser Stelara-Biosimilar FYB202. Auf Basis der operativen Entwicklung unseres Vermarktungspartners Fresenius Kabi gehen wir davon aus, dass FYB202 trotz des nach wie vor anspruchsvollen Marktumfelds zunehmend an Dynamik gewinnt. Erste positive Signale in der Marktdurchdringung bestätigen unsere Annahmen, sodass wir im Laufe des Jahres 2026 mit einem spürbaren Wachstumsschub rechnen. FYB202 ist damit ein zentraler Baustein unserer Transformation hin zu einem kommerziellen Unternehmen.
Ein weiterer wesentlicher Treiber wird FYB206 sein. Nach der erfolgreichen PK-Studie arbeiten wir intensiv an den Vorbereitungen für die Einreichung der Zulassungsanträge, insbesondere in den USA und der EU. Parallel dazu treiben wir Lizenzpartnerschaften voran, die das Potenzial für erste Umsatzbeiträge aus Meilensteinzahlungen eröffnen und FYB206 zu einem wichtigen Umsatzträger ab 2026 machen können.
Zusätzliche Impulse erwarten wir aus der Wiedereinführung unseres Lucentis Biosimilars Cimerli in den USA sowie durch den Markteintritt eines zweiten FYB201-Produkts, Nufymco. Beide Ereignisse stärken unsere Präsenz im US-Markt und tragen zu einer weiteren Diversifizierung unserer Erlösbasis bei.
Heute, 10:32