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Patentstreit mit Bayer beendet: Formycon dennoch im Wechselbad der Gefühle

Patentstreit mit Bayer beendet: Formycon dennoch im Wechselbad der Gefühle
Foto: formycon
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Michel Doepke Heute, 10:01 Michel Doepke

Gute und weniger gute Nachrichten bei Formycon. Der deutsche Biosimilar-Entwickler kann nicht wie geplant seinen testierten Geschäftsbericht für 2025 veröffentlichen. Der Grund dafür ist laut Unternehmensangaben die Umstellung auf ein neues internes Finanzplanungssystem. Indes gibt es wichtige Neuigkeiten, was den geplanten Vermarktungsstart des Eylea-Biosimilars angeht.

Denn Formycon konnte eine Vergleichs- und Lizenzvereinbarung für FYB203 (Handelsnamen AHZANTIVE und Baiama) mit dem US-Biotech-Riesen Regeneron und dem DAX-Konzern Bayer abschließen. Damit wurden alle anhängigen Patentstreitigkeiten vollständig beigelegt. Die Vereinbarung deckt demnach neben Europa auch weitere Schlüsselmärkte in Lateinamerika sowie in der Asien-Pazifik-Region ab.

Der Biosimilar-Entwickler geht davon aus, dass die Markteinführung in Europa ab Mai erfolgen wird. Hierfür ist Formycon Anfang 2025 eine Vermarktungspartnerschaft mit der Ratiopharm-Mutter Teva Pharmaceuticals eingegangen. Der Generika-Riese ist auch für den Vertrieb im israelischen Heimatmarkt verantwortlich.

Aktie rutscht ab

Indes hat bereits am Mittwochabend die bekanntgegebene Verschiebung des Geschäftsberichts für 2025 für das vergangene Jahr die Aktie belastet und auf ein neues 52-Wochen-Tief gedrückt. Formycon plant, den Bericht im April vorlegen zu können. Die Gesellschaft will schnellstmöglich den genauen Termin für die Veröffentlichung bekanntgeben.

Formycon (WKN: A1EWVY)

Der beendete Streit mit Bayer und Regeneron ist ein sehr positives Signal und öffnet damit den Markt für das Eylea-Biosimilar von Formycon in wichtigen Regionen. Entsprechend zeigt sich die Aktie nach dem Dip vom Mittwochabend wieder deutlich erholt. Dennoch ist der spekulative Biotech-Nebenwert nun charttechnisch klar angeschlagen. Investierte Anleger beachten den Stopp bei 17 Euro.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer, Formycon.

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