Das aktuelle Niedrigwasser im Rhein bereitet Sorgen, doch aktuell läuft es für Lanxess operativ noch relativ rund. So hat der Spezialchemiekonzern im zweiten Quartal von den Auswirkungen des Iran-Kriegs auf asiatische Wettbewerber profitiert. Wegen Einschränkungen bei der Öl- und Gasversorgung verschlechterte sich deren Wettbewerbssituation.
Trotz dieses Rückenwinds bezeichnet das Unternehmen das Marktumfeld weiterhin als herausfordernd und hält sowohl an seinem Sparkurs als auch an der Prognose für den Jahresgewinn fest.
Vorstandschef Matthias Zachert erklärte, ein nachhaltiger Nachfrageanstieg in den wichtigsten Absatzmärkten sei derzeit nicht erkennbar. So ist "kein nachhaltiger Aufschwung der Nachfrage in unseren Kernmärkten in Sicht". Bis zum Jahresende rechnet Lanxess nicht mit einer spürbaren Konjunkturbelebung, erwartet aber steigende Effekte aus den laufenden Kostensenkungsprogrammen.
Der Umsatz erhöhte sich von April bis Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich leicht auf 152 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2026 strebt Lanxess weiterhin ein bereinigtes Ebitda zwischen 450 und 550 Millionen Euro an.
Unterm Strich weitete sich der Quartalsverlust auf 53 Millionen Euro aus, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Minus von 45 Millionen Euro angefallen war. Ausschlaggebend dafür waren vor allem Wertberichtigungen sowie Kosten für den laufenden Konzernumbau.
Ein Investment in Lanxess-Aktien ist derzeit natürlich mit zahlreichen Risiken verbunden. Wer sich dessen bewusst ist und Mut sowie einen langen Atem besitzt, hat gute Chancen auf stattliche Gewinne. Denn der MDAX-Titel ist aktuell weiterhin auf einem im historischen Vergleich enorm niedrigen Niveau bewertet. Allerdings drängt sich angesichts der sich immer weiter verschärfenden Lage im Rhein vorerst noch kein Einstieg auf. Wer bereits investiert ist, beachtet den Stopp bei 12,50 Euro.
Heute, 07:34
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