Kräftig nach unten geht es am heutigen Mittwoch bei der Aktie von Evotec. Mit Carl Zeiss Meditec gehört sie mit einem Verlust von mehr als acht Prozent zu den zwei größten Verlierern des Tages im Nebenwerte-Index SDAX. Die seit Mitte März gestartete Aufholjagd von Evotec ist damit zu einem großen Teil bereits wieder korrigiert. Grund für den jüngsten Kurseinbruch ist eine Kapitalmaßnahme. Zudem machten sich am Markt Sorgen über die finanzielle Lage breit.
Der Hamburger Wirkstoffentwickler hat zur Finanzierung seines Umbauprogramms „Project Horizon“ erfolgreich frisches Kapital am Markt aufgenommen. Wie das Unternehmen am Dienstagabend bekannt gab, wurden Wandelanleihen mit einem Gesamtvolumen von 116 Millionen Euro bei Investoren platziert. Ursprünglich hatte Evotec allerdings ein Emissionsvolumen von rund 125 Millionen Euro angestrebt.
Die Anleihen laufen über sieben Jahre und werden mit 2,625 Prozent verzinst. Damit liegt der Kupon exakt in der Mitte der zuvor kommunizierten Zielspanne. Der anfängliche Wandlungspreis wurde auf 6,5313 Euro festgelegt. Unter Berücksichtigung des aufgezinst zurückzuzahlenden Betrags ergibt sich zum Laufzeitende ein effektiver Wandlungspreis von rund 7,1844 Euro je Aktie.
Parallel zur Platzierung der Wandelanleihen wurden zudem bestehende Evotec-Aktien am Markt angeboten. Hintergrund ist die Absicherung bestimmter Investoren, die sich an der Transaktion beteiligt haben.
Die Aktie von Evotec verliert heute im Vergleich zum Xetra-Schluss vom Vortag fast neun Prozent auf 4,64 Euro. Damit ist sie neben Carl Zeiss Meditec eine der beiden mit Abstand schwächsten Werte des Tages im SDAX. Charttechnisch ist die Aktie weiter angeschlagen. Die jüngste Erholung, die im März gestartet war, endete im Bereich der 200-Tage-Linie. Erst ein Sprung darüber würde das charttechnische Bild deutlicher aufhellen.
Heute, 12:22