Das DAX-Unternehmen kann am Dienstag erneut mit Neuigkeiten aus der Pharma-Division bei den Anlegern punkten. Diese betreffen einen großen Hoffnungsträger: Bayer konnte sowohl in Japan als auch in den USA die Annahme des Zulassungsantrags für Asundexian als Mittel zur Schlaganfallprävention vermelden.
In den USA hat die Zulassungsbehörde FDA zudem den Status „Priority Review“ gewährt. Damit kann sich Bayer auf einen beschleunigten Zulassungsprozess einstellen. Die Zulassungsanträge in Japan und den USA basieren auf positiven Daten aus der global durchgeführten Phase-3-Studie OCEANIC-STROKE, die Bayer im vergangenen Herbst kommuniziert hat. Die zuständige Behörde in China hat den Zulassungsantrag für Asundexian ebenfalls bereits angenommen.
„Die Annahme unserer Zulassungsanträge in Schlüsselmärkten ist ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung von Asundexian und in unserem kontinuierlichen Engagement für die Versorgung von Schlaganfallpatienten", so Christian Rommel, Head of Research and Development der Pharma-Division von Bayer. "Mehr als 90 Millionen Menschen weltweit leben mit den Folgen eines Schlaganfalls, und dies hat auch erhebliche Auswirkungen auf das Gesundheitswesen."
Nachdem Asundexian in einer größeren Indikation gegen Ende 2023 gescheitert ist, kann Bayer zumindest im Bereich der Schlaganfallprävention die Blockbuster-Chance wahren. Kurzfristig werden die weiteren Entwicklungen in der Causa Glyphosat allerdings den weiteren Kursverlauf bestimmen. Anleger warten vorerst weiter ab.
FAQs:
Was macht Bayer?
Das deutsche Traditionsunternehmen mit Sitz in Leverkusen ist in drei Divisionen gegliedert: Pharma, Crop Science und Consumer Health.
Warum ist Bayer eng mit Monsanto verbunden?
Im September 2016 unterzeichnete der DAX-Konzern eine bindende Fusionsvereinbarung zur Übernahme des US-Agrarkonzerns Monsanto. Durch die Transaktion haben sich die Leverkusener auch die Glyphosat-und PCB-Rechtsstreitigkeiten ins Haus geholt.
Warum zahlt Bayer derzeit relativ wenig Dividende?
Um die hohe Verschuldung deutlicher reduzieren zu können, hat Bayer die Dividende für einen gewissen Zeitraum auf das gesetzliche Mindestmaß reduziert. Zuvor galt das Unternehmen als spendabler Dividenden-Zahler.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
Heute, 13:33