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Bayer‑Aktie kämpft: Kursziel rauf

Bayer‑Aktie kämpft: Kursziel rauf
Foto: Bloomberg/Getty Images
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Michel Doepke Heute, 07:30 Michel Doepke

Beim DAX-Konzern rückt eine richtungsweisende Entscheidung in der Causa Glyphosat immer näher. Im Vorfeld der Entscheidung des Obersten US-Gerichtshof (Supreme Court) haben die Analysten von Berenberg den Titel erneut unter die Lupe genommen und die Schätzungen für das Traditionsunternehmen leicht erhöht.

Die minimalen Anpassungen der Prognosen begründet Analyst Sebastian Bray mit einer verbesserten Profitabilität in der Pharma-Sparte sowie positive Entwicklungen von der Währungsseite. Das Kursziel wurde leicht um 0,50 Euro auf nun 40,50 Euro angehoben, die Einstufung lautet weiterhin "Hold".

Bray sieht die Wahrscheinlichkeit einer Entscheidung zugunsten von Bayer im sogenannten "Durnell"-Fall bei 60 Prozent. Laut Bray liege dies sehr nahe an "einem Münzwurf". Selbst für den angestrebten Glyphosat-Vergleich gebe es noch viele Ausgangsmöglichkeiten.

In den kommenden Wochen wird mit einer Entscheidung gerechnet. Zuletzt gab es ein paar negative Signale (DER AKTIONÄR berichtete).

Bayer (WKN: BAY001)

Wie sich der Supreme Court im Fall Durnell positionieren wird, ist ungewiss. Aus charttechnischer Sicht bleibt die Verteidigung der 200-Tage-Linie (grün) kurzfristig von entscheidender Bedeutung. Anleger sollten das nach wie vor vorhandene Risiko nicht eingehen und weiter an der Seitenlinie verharren.

FAQs:

Welche Geschäftsbereiche hat Bayer?

Der Leverkusener Traditionskonzern ist in drei Divisionen aufgeteilt: Crop Science, Consumer Health und Pharma.

Warum ist die Pharma-Sparte für Bayer so wichtig?

Weil sie einen erheblichen Teil von Umsatz und Gewinn liefert. Das Unternehmen sieht sich allerdings auch mit auslaufenden Patenten bei Top-Sellern konfrontiert.

Warum gibt es so viele Klagen gegen Bayer?

In den USA werfen Kläger Bayer/Monsanto vor, nicht ausreichend vor möglichen Krebsrisiken gewarnt zu haben. Seit Jahren schwelt der Rechtsstreit.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.

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