Das DAX-Unternehmen verzeichnet weitere Fortschritte auf dem Weg zur Zulassung von Asundexian zur Sekundärprävention ischämischer Schlaganfälle. Langfristig könnten die Leverkusener mit dem Medikament einen weiteren Blockbuster im Pharma-Portfolio haben. Bayer kann umsatzstarke Produkte ohnehin gut gebrauchen.
Wie der Konzern am heutigen Mittwoch berichtet hat, nahm die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) den Antrag auf Marktzulassung zur Prüfung an. Bayer stützt sich dabei auf positive Daten aus der entscheidenden globalen Phase-3-Studie OCEANIC-STROKE, die das Unternehmen im vergangenen Herbst vorgelegt hat.
Bayer strebt rund um den Globus für Asundexian eine Zulassung in dieser Indikation an. In den USA und China kommen die Leverkusener sogar in den Genuss einer beschleunigten respektive vorrangigen Prüfung.
Analysten erwarten bereits in diesem Jahr erste Erlöse mit dem Medikament (Schätzung: 13 Millionen Euro). 2027 könnte das Mittel bereits rund 154 Millionen Euro in die Bayer-Kassen spülen. Bis 2029 wird derzeit mit einer Steigerung auf 520 Millionen Euro kalkuliert. Wird das Mittel gut vom Markt angenommen, könnten langfristig sogar Erlöse von über einer Milliarde Euro drin sein – und Asundexian somit Blockbuster-Status erreichen.
DER AKTIONÄR geht davon aus, dass Bayer problemlos die angestrebten Zulassungen für Asundexian erhalten wird. Kurzfristig bleiben allerdings die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den USA ein Knackpunkt. Hier ist in den kommenden Wochen mit richtungsweisenden Neuigkeiten zu rechnen. Anleger verharren weiter an der Seitenlinie.
FAQs:
Welche Geschäftsbereiche hat Bayer?
Der Leverkusener Traditionskonzern ist in drei Divisionen aufgeteilt: Crop Science, Consumer Health und Pharma.
Warum ist die Pharma-Sparte für Bayer so wichtig?
Weil sie einen erheblichen Teil von Umsatz und Gewinn liefert. Das Unternehmen sieht sich allerdings auch mit auslaufenden Patenten bei Top-Sellern konfrontiert.
Warum gibt es so viele Klagen gegen Bayer?
In den USA werfen Kläger Bayer/Monsanto vor, nicht ausreichend vor möglichen Krebsrisiken gewarnt zu haben. Seit Jahren schwelt der Rechtsstreit.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
Heute, 11:16