Bayer hat zuletzt vor dem Obersten US-Gerichtshof (Supreme Court) einen wichtigen Erfolg zur nachhaltigen Eindämmung der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten verbuchen können. Zudem stärkte das Unternehmen die Kapitalbasis mit einem milliardenschweren Deal mit dem Finanzinvestor Apollo. Das kommt bei den Analysten gut an.
Die Experten von Barclays erhöhen ihr Kursziel um zehn auf nun 60 Euro, die Einstufung lautet "Overweight".
Auch die UBS bleibt bullish gestimmt und rät zum Kauf. Das Kursziel von 52 Euro signalisiert allerdings nur begrenztes Aufwärtspotenzial. Laut Analyst Matthew Weston liege nach dem positiven Urteil des Supreme Court der USA der Fokus nun auf den nächsten Schritten im Gesamtkomplex Glyphosat. Weston verweist in diesem Zusammenhang auf die Anhörung für eine endgültige Genehmigung eines Sammelvergleichs am 19. August.
Bayer hat zuletzt in den USA wichtige Fortschritte zur nachhaltigen Eingrenzung der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten erzielt, die Analysten mit positiveren Kommentaren und teils höheren Kurszielen honorieren. Nach Ansicht des AKTIONÄR ist das Upside-Potenzial allerdings durch den massiven Kursanstieg zuletzt begrenzt. Anleger bleiben daher weiter an der Seitenlinie.
FAQs:
Was macht Bayer?
Das deutsche Traditionsunternehmen mit Sitz in Leverkusen ist in drei Divisionen gegliedert: Pharma, Crop Science und Consumer Health.
Warum muss sich Bayer mit den Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den USA auseinandersetzen?
In den USA werfen Kläger Bayer/Monsanto vor, nicht ausreichend vor möglichen Krebsrisiken gewarnt zu haben. Der Supreme Court hat allerdings jüngst eine Grundsatzentscheidung zugunsten der Bayer-Tochter Monsanto getroffen.
Warum ist Glyphosat für Bayer so bedeutend?
Glyphosat ist der Wirkstoff im Unkrautvernichter Roundup, ursprünglich von Monsanto entwickelt. Bayer übernahm Monsanto final im Jahr 2018 und damit auch das Glyphosat-Geschäft sowie die späteren Klagen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
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