Der DAX hat am Montag erstmals in seiner Geschichte die Marke von 25.900 Punkten überwunden. Dafür war allerdings nur ein kleiner Schritt nötig, bevor rasch Gewinnmitnahmen einsetzten. Die Aktie von Rheinmetall setze ihre Erholung zum Wochenstart fort. Bei Bayer drückten Gewinnmitnahmen die Aktie ans DAX-Ende.
Der DAX ging mit einem Plus von 0,15 Prozent auf 25.817,89 Zähler aus dem Handel. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex seinen fast sechs Monate alten Höchststand getoppt und am Freitag die Marke von 25.800 Punkten übersprungen. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg zu Wochenbeginn um 0,90 Prozent auf 33.291,24 Punkte.
Rüstungsaktien zählen am Montag branchenweit zu den stärksten Werten an der Börse. Nach der langen Konsolidierung zuletzt sorgen mehrere Faktoren wieder für Rückenwind bei den Aktien. In Frankfurt legen der Blue Chip Rheinmetall sowie die MDAX-Werte Renk und TKMS deutlich zu. Mehr dazu gibt es hier.
Infineon hat in der vergangenen Woche seine neue Produktionsstätte in Dresden eröffnet. Um die steigende Nachfrage bedienen zu können, will der heimische Chipriese seine Produktionskapazität mit der Smart Power Fab an diesem Standort verdoppeln. Die größte Einzelinvestition in der Konzerngeschichte kommt gut an. Mehr dazu gibt es hier.
Erste Experten zweifeln aber daran, dass der Höhenflug weiter gehen wird. Charttechniker Christoph Geyer sprach von einem inzwischen überkauften Markt. Das heißt, nach dem zuletzt starken Kursanstieg gibt es am Aktienmarkt viele Käufer, aber nur noch recht wenige Verkäufer. Da insofern die Euphorie der Anleger sehr hoch ist, droht ein Kursrücksetzer.
Einen Hoffnungsschimmer gab es für die angeschlagene deutsche Industrie: Nach dem Rückschlag im April hat der Auftragseingang im Mai wieder zugelegt. Der Anstieg fiel zudem deutlich höher aus als von Experten im Schnitt erwartet. "Insgesamt machen die heutigen Zahlen Hoffnung auf eine moderate Erholung der deutschen Industrie, die nach einer langen Stagnationsphase zuletzt auch noch vom Iran-Krieg gebeutelt wurde", kommentierte Commerzbank-Ökonom Marco Wagner.
(Mit Material von dpa-AFX)
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