Dr. Conny Boersch hat in hunderte Firmen investiert und ein Dutzend an die Börse gebracht. Jetzt spricht er von baldigen Defense-IPOs, dem überraschenden Verlauf an der Drohnen-Front und von großen Geldern, die jetzt winken.
Drohnen sind wie Tech-Start-ups. Viele fliegen in die falsche Richtung oder werden von Rivalen abgeschossen – doch manche schlagen dafür richtig ein. Wie der von Dr. Conny Boersch gegründete Chip-Händler ACG AG, der mitten im New-Economy-Hype des Jahres 2000 eine Milliardenbewertung erreichte, bevor er in den Sinkflug überging. Conny Boersch sprang ab, zog die Reißleine, landete sanft und investierte den Erlös erfolgreich in Lieferando, ImmoScout oder Alando (später eBay). Boersch entwaffnet ehrlich im Team-Talk mit mir: „Ich säße heute nicht hier, wenn ich nicht zwei Tage vor dem Crash verkauft hätte. Glück gehört dazu.“ Denn: „Im Venture Capital funktionieren 70 bis 80 Prozent der Investments nicht.“ Er setzt dennoch immer auf Optimismus und Mut.
Künstliche Intelligenz: Es beginnt erst
Die Investorenlegende sagt: „Mit der KI ist noch gar nicht viel passiert – für die meisten ist ChatGPT nur ein Gadget. Die Massenanwendung in Unternehmen hat noch nicht stattgefunden.“ Die Investoren-Euphorie sei angesichts von Start-ups wie Anthropic groß: „Die Runden, die laufen, sind irre.“
Boersch ist Buchautor („One“) und Chairman der Mountain Alliance, welche in Destinus investiert ist. Boersch hilft auch über andere Beteiligungsfirmen, Drohnen-Start-ups zu finanzieren. Denn: „Keine einzige Firma in der Verteidigungsindustrie wurde mit deutschem oder europäischem Staatsgeld von klein auf finanziert. Diese Organisationen sind nicht nur zu langsam, sie sind kontraproduktiv – weil alle auf ihre Entscheidung warten, während sie drei bis vier Jahre brauchen.“
(Dieses Interview ist im AKTIONÄR HSR 22/2026 erschienen und aktualisiert)
Rheinmetall mit Drohnen-JV
Es gibt auch Lob: „Rheinmetall hat unter Armin Papperger einen wirklich guten Job gemacht – die entwickeln sich ordentlich. Aber wir brauchen die Start-ups, die Innovationen. Im Defense-Bereich sind es in den USA die Andurils dieser Welt, die das Tempo machen. Wir haben dagegen Quantum, Helsing, Stark, ARX – aber der Staat hat komplett versagt.“
„Russland verliert gerade“
Die dynamischste Beteiligung von Mountain Alliance ist die am Rheinmetall-Partner Destinus, der Marschflugkörper für die Ukraine baut – 2.000 Systeme pro Jahr. Der Markt ist riesig. Die Ukraine plant 2026 mit sieben Millionen Drohnen und autonomen Kampfsystemen. Boersch kennt alle Drohnen-Start-ups und ist an sieben beteiligt. Damit hat er Einblicke in Abschussquoten: „Russland verliert diesen Krieg gerade haushoch. Die Überlebensquote eines Panzers liegt bei vier Minuten. 90 Prozent der Effekte gehen von Drohnen, KI und Gleitbomben aus.“
Spannend: Die ganz großen Gelder kämen erst noch: „Aus dem Zeitenwende-1-Paket sind bisher erst 20 bis 25 Prozent wirklich angekommen.“
Aber: „Von den derzeit etwa 500 Drohnenfirmen in Europa wird nach dem Krieg die Hälfte wieder verschwinden – das gilt nicht für die Neo-Primes wie Quantum oder Destinus. Aber dieser Krieg zeigt fast täglich neue Anwendungen: Die Killzone ist nicht mehr 5, sondern 50 Kilometer breit. Quadrocopter reichen für Logistik plötzlich nicht mehr aus – die Technik muss permanent angepasst werden. Jamming, Electronic Warfare – das verändert alles laufend.“
Panzer sind out und neue Verteidigungsstrategien gefragt: „Wenn 400 Drohnen auf Kiew zufliegen, brauche ich Anti-Drohnen-Drohnen, Laser, Skyranger – und Schwärme, die Schwärmen entgegenfliegen. KI wird der dominierende Faktor in der Verteidigung sein.“
Boersch erklärt: „Wir haben mit Destinus die Firma Daedalean übernommen, das größte Google-AI-Defense-Spin-off. Damals hat man uns für verrückt erklärt. Heute weiß jeder: KI wird der dominierende Faktor in der Verteidigung sein.“
Im Sektor sei „sehr viel Musik drin“. Der Multimillionär glaubt: „Die Innovation fängt gerade erst an. Defense-Software, KI, Robotics, neue Systeme. Ich habe gerade mit jemandem telefoniert, der humanoide Roboter fürs Militär baut. Es gibt unendlich viele neue Bereiche.“ Konkret: „Die Finanzierungsrunden bei Quantum, Stark, ARX sind zigfach überzeichnet. Viele Start-ups laufen jetzt sehr, sehr gut und werden zeitnah an den Kapitalmarkt gehen.“
Diese zwei Aktien sind an der Börse: Drohnen und Anti-Drohnen!
Wer nicht warten will: Das Depot 2030 (Bild) hat aufgerüstet: Wir kaufen einen Anti-Drohnen-Führer, der sein Know-how aus Deutschland hat und selbst in den USA WM-Stadien schützt, neu ins Depot 2030. Und gehen wir in die Offensive: In der neuen Ausgabe 24/2026 kauft das Depot 2030 einen weiteren US-Player, der Schwarmdrohnen, Kamikazedrohnen und KI-Drohnen-Schutz kann. Einfach hier für alle Details und Transaktionen im Depot 2030 und TFA-Depot freischalten – nur bis Mittwoch mit 10 Prozent geschenkt.
Heute, 15:37