Zwischenzeitlich stand bei SMA Solar am Dienstag im frühen Handel ein prozentual zweistelliges Minus auf der Kurstafel. Auch am Nachmittag verliert der Wechselrichterspezialist noch neun Prozent. Verantwortlich dafür ist eine Neueinschätzung von Jefferies. Doch Anleger sollten nicht in Panik verfallen.
Generell sorgt Jefferies am Dienstag für Aufsehen bei den deutschen Nebenwerten. Während Atoss Software und PVA Tepla dank neuer Kaufempfehlungen zulegen, steht SMA aber unter Druck. Analyst Martin Comtesse hat die Aktie von „Buy“ auf „Hold“ abgestuft und das Kursziel von 39 auf 37 Euro gesenkt.
Laut Comtesse würde am Markt nach wie vor unterschätzt, wie sehr die Investitionen in Forschung und Entwicklung die Margen belasten werden. Vor allem wenn eine deutliche Erholung der Sparte Home & Business Solutions, dem Geschäft mit Privathaushalten und Gewerbekunden, ausbleibe, könnte das zum Problem werden.
Nach dem starken Lauf im vergangenen Jahr kommen die Aussagen respektive die Warnung von Comtesse am Markt nicht gut an. Klar ist natürlich, dass es in der Solarbranche nach wie vor viele Risiken gibt und nach Jahren der Krise noch nicht alles eitel Sonnenschein ist. Doch SMA ist auf einem guten Weg, vor allem das Geschäft mit Großkunden läuft rund und die Margen entwickeln sich in die richtige Richtung. Wichtig wäre nun aber, dass die Unterstützung im Bereich um 32 Euro verteidigt wird und dann schnell ein neuer Angriff in Richtung des Doppeltops bei etwa 37,50 Euro gelingt.
Bei SMA Solar wird die Volatilität auch in den kommenden Wochen und Monaten hoch bleiben. DER AKTIONÄR sieht das Chance-Risiko-Verhältnis aber durchaus als attraktiv an, zumal Megatrends wie KI die Nachfrage nach Energie allgemein und Photovoltaik im Speziellen weiter antreiben dürften. SMA ist Teil des AKTIONÄR-Depots und Anleger, die noch nicht investiert sind, sollten den Rücksetzer nun als Kaufchance sehen.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der SMA Solar befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 14:28