Zum Ende der Woche bahnt sich bei der Aktie der Deutschen Bank ein neues Chartsignal an. Das liegt indes nicht an der Gesamtmarktentwicklung, denn der DAX startete heute nur mäßig höher. Vielmehr hat die Deutsche Bank gestern ein neues Aktienrückkaufprogramm gestartet. Das unterstreicht den neuen Anspruch des Vorstandes zur Aktionärsbindung.
Die 100-Tage-Linie bei 31,45 Euro ist nun in Schlagdistanz bei den Papieren des deutschen Branchenprimus. Bei 32,26 Euro käme dann auch die wichtigere 50-Tage-Linie in Sicht. Dazwischen liegt allerdings noch ein hartnäckiger Widerstand bei 31,95 Euro.
Rückenwind bekommt die Aktie heute von dem gestern gestarteten Aktienrückkaufprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro. Zusammen mit dem Vorschlag einer Dividende von einem Euro je Aktie wird das Finanzinstitut an seine Aktionäre insgesamt 2,9 Milliarden Euro Kapital ausschütten.
Das ursprüngliche Ziel des Vorstandes, für die Geschäftsjahre 2022 bis 2025 kumuliert acht Milliarden Euro an die Anteilseigner zurückzugeben, würde dann um 500 Millionen Euro übertroffen. Der Analystenkonsens erwartet für 2026 weitere 600 Millionen Euro an Rückkäufen.
Der Rückkauf eigener Aktien treibt Kurse oft an. Sinnvoll ist das in der Regel nur, wenn die Aktie unterbewertet ist. Das trifft bei der Deutschen Bank mit einem KGV von 9 im Vergleich zur Peergroup mit 11 zu. Krasser noch ist der Abschlag beim Kurs-Buchwert-Verhältnis mit 0,9 zu 1,4.
Die Deutsche-Bank-Aktie entwickelt sich immer mehr zu einer Ausschüttungsstory. Neben Aktienrückkäufen wird die Dividende absehbar kräftig erhöht. Für das laufende Geschäftsjahr haben Experten im Durchschnitt 1,24 Euro auf dem Zettel, nach den für 2025 anvisierten einem Euro. Das ergibt eine Dividendenrendite von mehr als drei Prozent. Investierte Anleger bleiben an Bord mit Stopp bei 27,00 Euro. Auch risikobewusste Anleger können noch einsteigen, wenn die Chartmarken fallen.
Heute, 10:45