09.07.2019 Michel Doepke

Nel-Aktie: Ein Spielball für Shortseller?

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Nel ASA
Trendthema

Erst die Mega-Rallye in Richtung einem Euro, dann der brutale Crash nach dem Ausstieg zweier Großaktionäre und der Explosion der Wasserstoff-Tankstelle bei Oslo. Die extreme Volatilität macht die Nel-Aktie zum Paradies für Trader und Zocker. Kein Wunder, dass sich inzwischen laut Finanstilsynet drei Leerverkäufer auf die norwegischen Papiere eingeschossen haben.

Extreme Kursbewegungen vor oder nach dem regulären Handel an der Nel-Hauptbörse in Oslo zeigen, welchen Druck die Shortseller auf den Aktienkurs auswirken können. An dieser Stelle sei der Kursrutsch am Freitagabend oder Dienstagmorgen zu nennen. 

Die Leerverkäufer befeuern die ohnehin volatile Kursentwicklung der Nel-Aktie. Investierte Anleger müssen derartige Attacken wegstecken und die Nerven bewahren. Dennoch tut das Nel-Management gut daran, im operativen Geschäft für positive Schlagzeilen zu sorgen. Zuletzt ist der Newsflow etwas eingeschlafen. Allerdings fokussierte sich das Unternehmen auf eine transparente Aufklärung des Vorfalls an der Wasserstofftankstelle bei Oslo.

Nel ASA (WKN: A0B733)

Langfrist-Investoren sollten sich von den Spielchen der Leerverkäufer nicht aus der Ruhe bringen lassen, jedoch auch nie den spekulativen Charakter des defizitär wirtschaftenden Unternehmens aus den Augen verlieren. Schaffen es die Norweger, weitere lukrative Aufträge an Land zu ziehen, sollte die Aktie wieder den Weg nach oben einschlagen. Aktuell ist der Wasserstoff-Player eine Halteposition.