Der deutsche Biokraftstoff-Hersteller Verbio kann auf ein erfolgreiches drittes Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 zurückblicken. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Leipzig erfährt weiterhin Rückenwind von mehreren Seiten und hat daraufhin die Prognose für das laufende Fiskaljahr nach oben präzisiert. Die Aktie gehört daraufhin zu den Top-Gewinnern im SDAX.
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres steigerte Verbio den Umsatz von 1,15 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,34 Milliarden Euro. Das EBITDA steigerte der Biosprit-Hersteller deutlich von 22,4 Millionen Euro auf nun 105,7 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen. Unter dem Strich resultiert daraus ein Ergebnis je Aktie von 0,35 Euro. In den ersten neun Monaten des Fiskaljahres 2024/25 musste Verbio noch einen Fehlbetrag von 0,64 Euro pro Papier hinnehmen.
Die Leipziger führen die starke Ergebnisverbesserung auf eine verbesserte absolute Bruttomarge zurück. Diese erhielt positive Impulse durch das Segment Bioethanol/Biomethan, wo sich die deutliche Erholung des THG Quotenmarktes widerspiegelte.
Verbio bestätigte zwar die EBITDA-Prognose mit einer Bandbreite zwischen 100 und 140 Millionen Euro. Claus Sauter und sein Team peilen allerdings nun ein Ergebnis am oberen Ende der am 25. März angepassten Guidance an. Gut möglich, dass das SDAX-Unternehmen in den kommenden Wochen erneut nachbessern muss.
Ebenfalls erfreulich: Durch die starke Ergebnisentwicklung kann Verbio den Schuldenabbau forcieren. Zuvor war die Rede von einer Nettoverschuldung in einer Größenordnung von 140 Millionen Euro, nun soll der Wert zum Ende des Geschäftsjahres (30. Juni) unterhalb der Vorgabe liegen.
Die Verbio-Aktie kann zur Stunde um knapp sieben Prozent an Wert gewinnen. Allerdings ist der Titel schwach in die starke Zahlenvorlage gegangen. Mutige Anleger greifen zu und sichern die Position mit einem Stopp bei 28,50 Euro ab.
Heute, 09:38