Am vergangenen Freitag hat der skandinavische Gebäudetechnik-Spezialist Bravida einmal mehr starke Zahlen im Gepäck gehabt. Vor allem die Profitabilität und der Auftragseingang sowie der Auftragsbestand konnten sich sehen lassen. Die Schweden profitieren von der starken Nachfrage im Bereich Data-Center.
Bravida kann hier auf viel Know-how zugreifen. Denn das Unternehmen hat bereits vor dem Aufkommen von ChatGPT, Claude und Co viele Rechenzentren in seinen Märkten (Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark) geplant, gewartet und mit technischer Infrastruktur ausgestattet – ein Vorteil (bei Ausschreibungen) gegenüber der Konkurrenz.
Das hat die Auftragslage zuletzt eindrucksvoll gezeigt: Im dritten Quartal schoss der Auftragseingang um 72 Prozent auf 10,3 Milliarden Kronen (928 Millionen Euro) nach oben. Bravida saß per Ende September auf einem Orderbuch im Gegenwert von 24,2 Milliarden Kronen (2,2 Milliarden Euro) – ein neuer Rekord.
Immer mehr Analysten reagieren mit steigenden Schätzungen: Carnegie schraubte nach dem Quartalsbericht den fairen Wert von 173 auf 177 Schwedische Kronen (15,90 Euro) nach oben, die Einstufung lautet "Buy". Auch Hela Zarrouk von Oddo BHF hat zu Wochenbeginn reagiert und den Zielkurs um 20 auf 170 Kronen (15,27 Euro) erhöht. Votum: "Outperform". Das gleiche Kursziel samt Kaufempfehlung hat auch Gustav Olsson von SB1 Markets ausgerufen.
Die Bravida-Aktie ist am Montag mit einem Plus von 5,65 Prozent auf 155,30 Kronen (13,95 Euro) an der Heimatbörse in Stockholm auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Damit wurde gleichzeitig die Konsolidierungsbewegung auf hohem Niveau beendet. Schwache Tage bleiben Kauftage, denn die Bewertung mit einem KGV von 17 für das kommende Jahr lässt weiter Spielraum nach oben.
Heute, 18:25
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