Freenet zählt am heutigen Donnerstagmorgen zu den stärksten Verlierern auf dem Frankfurter Kurszettel. Doch keine Sorge. Die Hauptversammlung hat am Mittwoch die Rekordausschüttung von 2,07 Euro je Aktie beschlossen – der Dividendenabschlag wird heute vorgenommen. Wer seit der DER-AKTIONÄR-Empfehlung vor rund 6 Wochen dabei ist, hat zwar keinen Kursgewinn erzielt, bekommt dafür aber eine Dividendenrendite von 7,5 Prozent. Für Neueinsteiger bietet sich eine neue Chance.
Freenet bewegt sich nun schon seit Anfang März seitwärts. Das Unternehmen leidet immer noch unter der Verkaufsempfehlung der UBS und einer vorsichtigen Prognose. Darüber hinaus konnte der Konzern im Geschäftsjahr 2025 die eigenen Ziele nicht erreichen. Grund: Freenet verfehlte eine Zielvereinbarung mit einem Netzbetreiber "aufgrund fehlender wettbewerbsfähiger Konditionen".
Finanzvorstand Ingo Arnold betonte im Gespräch mit dem AKTIONÄR, dass Verträge Komponenten wie Provisionen, Umsatzbeteiligungen und umsatzbezogene Anreize enthalten. Werden Ziele verfehlt, sinkt die Marge. Gleichzeitig verwies er auf Gespräche auf Vorstandsebene, um die Vereinbarung durch ein besseres Modell zu ersetzen.
Aber: Freenet bildet im Ausblick bewusst den ungünstigsten Fall ab. Für 2026 bis 2028 sind Belastungen von bis zu 50 Millionen Euro pro Jahr eingepreist, tatsächlich kann der Effekt zwischen null und 50 Millionen Euro liegen. Damit hängt ein klarer Hebel an einer Lösung mit dem Netzbetreiber.
Operativ liefert Freenet genügend Kaufargumente. 2025 gelang im Mobilfunk ein Rekord beim Nettokundenzuwachs mit über 300.000 Kunden. waipu.TV drehte in die Profitabilität und erreichte 36 Millionen Euro Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; für 2026 stellt das Management 45 bis 55 Millionen Euro in Aussicht.
Ruhe bewahren, heißt die Devise. Der Markt spielt den Worst Case, Freenet verhandelt am besseren Ergebnis. Bleibt der Cashflow stabil und kommt eine Einigung, hat die Aktie deutlich Luft nach oben.
Was macht Freenet?
Freenet ist ein Telekommunikations- und Medienunternehmen. Das Kerngeschäft liegt im Mobilfunk als netzunabhängiger Anbieter mit eigenen Tarifen und Vertrieb, ergänzt um digitale Dienste sowie das Fernseh-Streaming über waipu.TV.
Zahlt Freenet eine attraktive Dividende?
Ja. Freenet zählt zu den dividendenstarken Werten und schüttet in der Regel einmal jährlich aus. Für das Geschäftsjahr 2025 wurde eine Dividende von 2,07 Euro je Aktie beschlossen, was auf Basis des Schlusskurses vom 12. Mai einer Dividendenrendite von 7,6 Prozent entspricht.
In welche Kategorie gehört die Freenet-Aktie?
Die Freenet-Aktie ist vor allem ein Dividendenwert mit Cashflow-Profil. Sie eignet sich primär für ertragsorientierte Anleger, die auf regelmäßige Ausschüttungen und ein vergleichsweise defensives Geschäftsmodell setzen, bei gleichzeitigem Zusatzhebel durch Wachstum im Streaminggeschäft.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Freenet.
Heute, 08:30