Schwache Quartalszahlen der Banken, die geopolitischen Risiken und Sorgen um die Geldpolitik haben an der Wall Street vor allem bei Big Tech für Verluste gesorgt. Der Dow Jones fiel lediglich 0,09 Prozent auf 49.150 Punkte. Dagegen gaben der Nasdaq 100 mit minus 1,07 Prozent auf 25.466 Zähler und der S&P 500 mit einem Verlust von 0,53 Prozent auf 6.927 Punkte deutlich stärker nach.
Überraschend hohe Erzeugerpreise haben am Markt Sorgen geweckt, dass der politische Druck auf die Fed zu Zinsschritten führen könnte, die wirtschaftlich nicht begründbar sind. Zudem sorgen die Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu Grönland und dem Iran für Angst vor einer weiteren Eskalation der geopolitischen Situation. Zum Handelsende konnten die Indizes die zuvor noch deutlicheren Verluste aber reduzieren, nachdem Trump signalisiert, den Iran nicht anzugreifen. Das sorgte auch für einen Rückgang bei den Ölpreisen.
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Banken und Big Tech schwach
Unter Druck standen am Mittwoch neben den Tech-Aktien vor allem die Banken. Wells Fargo, die Bank of America und die Citigroup standen mit Verlusten von 4,6, 3,8 und 3,4 Prozent unter Druck, nachdem die Anleger mit den Quartalszahlen nicht zufrieden waren. Zudem sorgt die Forderung Trumps, die Kreditkartenzinsen zu begrenzen, nach wie vor für Druck auf die Branche.
Im Tech-Bereich zeigte sich eine anhaltende Rotation weg von den Magnificent 7 und hin zu kleineren Aktien. Meta, Amazon und Microsoft verloren dabei mit 2,5 respektive jeweils 2,4 Prozent am meisten.
Biogen und Rivian unter Druck
Verluste gab es auch bei Biogen. Das Biotech-Unternehmen hatte höhere Kosten beim Vorsteuerergebnis im vierten Quartal in Aussicht gestellt, worauf die Aktie 5,1 Prozent nachgab.
Sogar 7,2 Prozent betrug das Minus beim E-Auto-Hersteller Rivian. UBS hat die Aktie von „Neutral“ auf „Sell“ abgestuft, nachdem das Chance-Risiko-Verhältnis nach dem jüngsten Kursanstieg nun nicht mehr attraktiv sei.
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Heute, 22:09