Der DAX hat am Dienstag kräftig Federn gelassen. Am Ende tauchte der deutsche Leitindex um 3,4 Prozent ab und ging mit 23.790,65 Punkten aus dem Handel. 39 von 40 DAX-Werten mussten einen Tagesverlust hinnehmen. Nur ein einziges Indexmitglied schleppte zum Handelsschluss ein kleines Plus ins Ziel.
Die Aktie der Deutschen Börse war bereits gestern einer der wenigen Tagesgewinner im DAX. Am Dienstag schloss sie sogar als einziger DAX-Konzern den Tag mit einem Plus ab – und das mit letztlich 1,5 Prozent. Der Börsenbetreiber gilt traditionell als Gewinner erhöhter Nervosität und damit einhergehender Handelsaktivität.
Gleiches gilt im MDAX für die Aktie von FlatexDEGIRO, die den Handelstag mit einem Plus von 2,4 Prozent beendete. Neben dem Online-Broker konnten bei den deutschen Mittelwerten nur noch K+S, Nemetschek, Redcare Pharmacy und Teamviewer mit einem grünen Vorzeichen aus dem Handel gehen. Insgesamt büßte der MDAX wie der große Bruder 3,4 Prozent ein. Mit 29.801,02 Punkten rutschte er zudem unter die 30.000-Punkte-Marke.
Auf der Verliererseite gab es gleich mehrere Titel, die hart abgestraft wurden. So kam etwa der Anlegerliebling Siemens Energy trotz positiver News von der Analysten- und Indexfront auf ein Minus von x,x Prozent.
Mit Abstand größter DAX-Verlierer war allerdings Beiersdorf. Der Konzern gab bereits gestern Abend nach Börsenschluss seine Zahlen für 2025 bekannt. Für Verstimmung sorgte aber vor allem ein skeptischer Ausblick auf das laufende Jahr. Anleger reagierten mit einem massiven Abverkauf. Die Aktie fiel am Ende um 19,8 Prozent.
Noch härter traf es Schaeffler. Die Aktie sackte um über 21 Prozent ab und war damit das klare Schlusslicht im SDAX. Auch hier waren Zahlen sowie ein vorsichtiger Ausblick für das Kursdebakel verantwortlich.
Der Goldpreis ist am Dienstag ebenfalls kräftig gefallen. Auch Silber geriet deutlich unter Druck. Eine Feinunze Gold mit rund 31,1 Gramm kostete zuletzt 5.096 US-Dollar. Das entspricht einem Minus von 225 Dollar beziehungsweise rund vier Prozent im Vergleich zum Vortag. Silber verbilligte sich um etwa sieben Prozent auf 83,05 Dollar je Unze.
Zum Wochenauftakt hatten die Edelmetalle noch spürbar zugelegt. Auslöser war der Start des Iran-Kriegs am Wochenende. Vor allem Gold wird in solchen Phasen als sicherer Hafen gesucht. Im weiteren Verlauf des Montags bröckelten die Gewinne jedoch wieder, sodass sowohl Gold als auch Silber ihre Aufschläge abgaben.
Heute, 17:45