14.11.2019 Markus Bußler

Gold: "Korrektur ist noch nicht vorbei"

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Gold
Trendthema

Der Goldpreis wird im kommenden Jahr weiter steigen und die Marke von 1.600 Dollar erreichen. Das glaubt zumindest Georgette Boele von der niederländischen Bank ABN Amro. Der Goldausblick der Bank sieht Gold das kommenden Jahr bei 1.450 Dollar beginne, bevor es bis Ende des Jahres auf 1.600 Dollar nach oben gehen soll.

„Wir sind positiv für Gold, aber warten auf ein Ende der Korrektur, um wieder einzusteigen“, heißt es in dem Report. Aktuell sieht die ABN Amro diesen Zeitpunkt noch nicht gekommen. Der Goldpreis könne noch etwas unter Druck kommen, deshalb sei es nicht ratsam aktuell einzusteigen. „Die Long-Seite ist noch immer ein crowded trade (überlaufener Trade). Die Investoren werden vermutlich einen Teil ihrer Position verkaufen, was wiederum kurzfristig zu einer weiteren Schwäche bei Gold führen wird“, schreibt Georgette Boele. Aber Gold werde des Hoch aus dem September bei 1.557 Dollar in weniger als einem Jahr wieder erreichen beziehungsweise übertreffen, ist sich die ABN Amro sicher.

Gold (ISIN: XC0009655157)

Die ABN Amro schreibt im Prinzip das, was viele Investoren erwarten: Die Schwäche des Goldpreises werde sich in den kommenden Wochen zunächst fortsetzen, bevor es wieder nach oben geht. Dabei wird häufig auf die nach wie vor angespannte Lage an den Terminmärkten hingewiesen. Die COT-Daten sprechen eigentlich für eine solche Korrektur – zumindest dann, wenn sie sich nicht im Zuge des Wandels von einem Bären- zu einem jungen Bullenmarkt verschoben haben. Die Frage ist allerdings: Wenn jeder davon ausgeht, dass Gold zunächst noch einmal nach unten durchgereicht wird, bevor es wieder nach oben geht, würde dann nicht eine Rallye viele auf den falschen Fuß erwischen und dafür umso kräftiger ausfallen? Es spricht einiges dafür, dass Gold eher früher als später wieder nach oben laufen wird.