Gerresheimer‑Aktie unter Feuer: Das raten jetzt die Analysten

Gerresheimer‑Aktie unter Feuer: Das raten jetzt die Analysten
Foto: Roland Weihrauch/picture alliance/dpa
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Michel Doepke Heute, 09:40 Michel Doepke

Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer kommt nicht zur Ruhe. Erneute Bilanzprobleme und die Verschiebung des Geschäftsberichts haben den SDAX-Titel auf ein neues Mehrjahrestief einbrechen lassen. Nach den negativen Nachrichten nahmen indes weitere Analysten den deutschen Nebenwert unter die Lupe.

Bernstein Research hat den fairen Wert von 25,68 Euro auf nun 18,90 Euro zusammengestrichen, das Votum lautet weiterhin "Underperform". Begründet wird die Verkaufsempfehlung mit der anhaltenden Unsicherheit, was die Bilanzierungsprobleme von Gerresheimer betreffe. Anleger sollten sich hingegen anderswo umsehen, solange die Bilanz nicht von der Aufsichtsbehörde geprüft, auditiert und zertifiziert werde, meint Analystin Delphine Le Louet.

Die Deutsche Bank stuft die Gerresheimer-Aktie weiter mit "Hold" ein und sieht in einer Studie vom Donnerstag Luft bis 34 Euro. Laut Analyst Falko Friedrichs habe Gerresheimer mit der Gewinnwarnung für 2025, weiteren Bilanzierungsproblemen und Abschreibungen für einen Schock gesorgt. Sein Ergebnisziel für das Fiskaljahr 2026 liege rund fünf Prozent unter dem Konsens.

Zuvor reagierte bereits die DZ Bank und senkte das Kursziel auf 16 Euro. Die Verkaufsempfehlung wurde bestätigt. Die Verschuldungssituation rückt immer stärker in den Fokus, so Analyst Sven Kürten. Auf Basis der jüngsten Ereignisse dürfte sich seiner Meinung nach das Net Debt/EBITDA-Verhältnis weiter verschlechtert haben.

"Die Zinszahlungen sind aus dem aktuellen Cashflow bedienbar, allerdings müssen zügig die Investitionen deutlich abgesenkt werden. In welchem Umfang dies kurzfristig möglich ist, ist für uns derzeit unklar", gibt Kürten in seinem Research-Update zu.

Gerresheimer (WKN: A0LD6E)

Der Kapitalmarkt hat Gerresheimer nun das Vertrauen komplett entzogen. Anleger sollten angesichts der zahlreichen Probleme, mit denen die Gesellschaft kämpft, nicht ins fallende Messer greifen und an der Seitenlinie bleiben.

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