21.11.2013 Markus Bußler

DAX stabil: Commerzbank, K+S, E.on, BMW, VW, Evotec, Tesla, Deutsche Telekom und Barrick Gold im Fokus

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DAX
Trendthema

Der Deutsche Leitindex hat sich heute kaum bewegt: Nachdem es am Vormittag noch nach einem leichten Minus ausgesehen hatte, legte der Index im am Nachmittag zu und konnte – beflügelt durch eine starke Wall Street – sogar kurzzeitig in die Gewinnzone drehen. Am Ende blieb ein leichtes Minus von 0,07 Prozent.

Deutsche Bank: Neue Klage

Die Rechtstreitigkeiten, mit denen sich die Deutsche Bank herumschlagen muss, nehmen einfach kein Ende. Nun konnte auch mit Altaktionären der übernommenen Postbank keine Einigung erzielt werden. Vor dem Landgericht Köln läuft daher noch ein sogenanntes Spruchverfahren.

Neue Kursziele für E.on und RWE

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat neue Kursziele für die beiden deutschen Energieversorger herausgegeben. Hintergrund war die Entscheidung des Finanzgerichts Hamburg im Streit um die Rechtmäßigkeit der deutschen Brennelementesteuer. Das Gericht hat die Klage an den Europäischen Gerichtshof verwiesen und das eigene Verfahren vorerst ausgesetzt.

BMW ist Daimler und VW einen großen Schritt voraus

BMW hat kurz nach dem Verkaufsstart bereits rund 10.000 Bestellungen für sein Elektromodell i3 erhalten, zitierten Medienberichte Aussagen des Vertriebschefs Ian Robertson auf der Auto-Show in Los Angeles. Zudem wolle BMW im laufenden Jahr weltweit so viele Autos wie noch nie verkaufen. Händler werten diese Aussagen grundsätzlich nicht als Überraschung. Dennoch zeigt sie mal wieder, dass BMW der deutschen Konkurrenz und Daimler und VW bei Elektroautos einen großen Schritt voraus ist.

Commerzbank: Licht am Ende des Tunnels

Die Schiffskredite bleiben eines der größten Probleme der Commerzbank. Allerdings besteht mittlerweile wieder durchaus die Hoffnung auf eine nachhaltige Besserung. So erklärte der Chef der Commerzbank-Tochter Deutschen Schiffsbank, Stefan Otto, dass man für den Schiffsmarkt nach der schweren Flaute im Zuge der Finanzkrise nun wieder „Licht am Ende des Tunnels sieht“. Allerdings hält er eine breite Erholung der Branche noch vor dem Jahre 2015 für eher unwahrscheinlich. Otto verweist aber darauf, dass die Commerzbank Zeit habe. Die kürzlich übernommenen Schiffe werde man falls nötig „für mehrere Jahre“ halten.

Tesla: Erneut extrem schwach

Die Aktie des Elektroautoherstellers Tesla Motors hat nach einer kurzen technischen Erholung schon wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Am Mittwochabend zierte das Papier das Tabellenende im Technologieindex Nasdaq 100. Die jüngsten Autobrände haben der Tesla-Aktie stark zugesetzt. Experten befürchten, dass deshalb die Nachfrage nach den Elektroautos nachlassen könnte. Darüber hinaus belasten die Untersuchungen über einen Arbeitsunfall in einem Tesla-Werk die Aktie.

Deutsche Telekom: Es ist geschafft

Eine Überraschung ist der Verkauf nicht: Die Deutsche Telekom gibt die Mehrheit an ihrer Internettochter Scout24 an einen US-Finanzinvestor. Auf Basis eines Unternehmenswertes von zwei Milliarden Euro verkauft das Unternehmen 70 Prozent der Anteile an Hellman & Friedman LLC. Hierfür kassiert die Telekom einen Erlös von voraussichtlich 1,5 Milliarden Euro. 

Barrick Gold: Aktie vor dem Ausverkauf

Die Schwäche beim Goldpreis bringt auch die großen Goldproduzenten wie Barrick Gold unter Druck. Die Aktie des Bergbaukonzerns steht unmittelbar vor einem massiven Verkaufssignal.

Commerzbank: Mit Schwung über die 10-Euro-Marke

Die Commerzbank-Aktie hat am Donnerstag ihre Gewinne nach einem Bericht des Manager Magazins ausgebaut. Offenbar gibt es große Fortschritte bei der Bad Bank des Unternehmens.

Evotec: Was nun?

Die Aktie des Biotechkonzerns Evotec gehört erneut zu den fünf größten Verlierern im TecDAX. Der Wert verliert 1,8 Prozent auf 4,00 Euro. Derzeit fehlen die nötigen Impulse für neue Höchststände, weswegen sich die Konsolidierung vorerst fortsetzen dürfte. DER AKTIONÄR belässt sein Abstauberlimit bei 3,80 Euro für die Evotec-Aktie. Mittel- bis langfristig hat der Wert weiterhin deutliches Potenzial nach oben. Das erste Ziel liegt im Bereich des bisherigen Jahreshochs bei 5,13 Euro.

K+S: Analysten senken den Daumen

Immer weniger Experten sind für die Entwicklung der K+S-Aktie optimistisch gestimmt. Nach der Abstufung der amerikanischen Ratingagentur S&P, hat auch das US-Analysehaus Bernstein Research den Daumen gesenkt.