03.04.2014 Stefan Sommer

DAX mit moderaten Gewinnen erwartet: JinkoSolar, Deutsche Bank, Daimler, Gazprom, Fesenius und Nordex im Fokus

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Deutsche Bank
Trendthema

Der DAX dürfte am Donnerstag vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) mit einem moderaten Plus starten. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex am Morgen 0,11 Prozent höher auf 9634 Punkte. Die Anleger dürften sich Händlern zufolge bis zur EZB-Entscheidung über die weitere Geldpolitik zurückhalten. Trotz der ungewöhnlich niedrigen Inflation dürften die Notenbanker aber auf eine Kursänderung verzichten. Die Mehrheit der Ökonomen rechnet nicht mit einer Zinssenkung unter das im November festgesetzte Rekordtief von 0,25 Prozent. Radikalmaßnahmen wie Strafzinsen auf Bankeinlagen bei der EZB oder breit angelegte Anleihekäufe im Stile der Notenbanken Amerikas, Japans oder Großbritanniens scheinen sich derzeit ebenfalls nicht aufzudrängen. Die Vorgaben aus Übersee sind derweil positiv: Am Mittwoch hatte in den USA der breit gefasste S&P-500-Index abermals ein Rekordhoch erreicht. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,26 Prozent höher bei 16.573 Punkten.

JinkoSolar – die billigste Solaraktie der Welt?

Seit dem im Sommer 2012 erreichten Allzeittief hat die Aktie von JinkoSolar um 1.500 Prozent zugelegt. Der Börsenwert beläuft sich mittlerweile fast auf eine Milliarde Dollar. Aber dennoch ist die Aktie alles andere als teuer. Denn was die Profitabilität angeht, hat JinkoSolar die Konkurrenz klar abgehängt. Hinsichtlich der Bewertung ist die Aktie sogar ausgesprochen günstig.

Deutsche-Bank-Aktie: Analysten mit Skepsis

Die Analysten von JPMorgan haben die Aktie der Deutschen Bank näher unter die Lupe genommen. Dabei haben sie ihre Einschätzung reduziert. Bislang hatte JPMorgan den DAX-Konzern mit einem „Overweight“-Rating und einem Kursziel von 40 Euro auf der Kaufempfehlungsliste. Nun bewerten die Analysten die Aktie lediglich mit „Neutral“. Das Kursziel wurde ebenfalls reduziert – auf 38 Euro. Dies liegt aber immer noch gut 14 Prozent über dem Schlusskurs vom Mittwoch.

Fesenius-Aktie: Daumen hoch bei Morgan Stanley und Goldman Sachs

Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Fresenius SE auf "Overweight" belassen. Der Medizinkonzern schlage sich mit seiner Tochter Kabi in den USA gut, schrieb Analyst Michael Jüngling in einer Studie vom Mittwoch. Da die Zielspanne für das Tochterunternehmen, welches intravenös zu verabreichende Generika anbietet, breit angelegt sei, stimme diese Entwicklung zuversichtlich.

Nordex-Aktie: Befeiungsschlag!

Die Aktie von Nordex ist am Mittwoch unter einem hohen Handelsvolumen über den hartnäckigen Widerstand bei 12,20 Euro nach oben ausgebrochen. Zuvor war das Papier drei Mal daran gescheitert. Jetzt ist der Weg frei bis zum letzten Hoch dem Monat November 2013 bei 14,40 Euro. Hier verläuft der nächste horizontale Widerstand. Die Konkurrenz hat es vorgemacht: das Papier von Vestas hat den Aufwärtstrend fortgesetzt und ist bereits vor einigen Tagen auf ein Drei-Jahres-Hoch gestiegen.

Chart-Check Gazprom: Geht die Erholung weiter?

Die Sorgen um eine weitere Zuspitzung im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine haben die Aktie von Gazprom im gestrigen Handel spürbar belastet. Aus charttechnischer Sicht ist dieser Rücksetzer allerdings kein Beinbruch. Die Aussichten für den Aktienkurs des Gasriesen bleiben gut.

Daimler-Aktie arbeitet weiter am Ausbruch

Daimler stellt sich im Bereich der Elektromobilität neu auf. Der Autobauer übernimmt die bisher von Evonik gehaltenen Anteile an der Li-Tec Battery GmbH (50,1 Prozent) und Deutsche ACCUmotive GmbH & Co. KG (10 Prozent). Daimler und Evonik hatten in den vergangenen Jahren gemeinsam an der industriellen Serienproduktion von Lithium-Ionen-Batteriezellen für Elektroautos gearbeitet. Kurzum: Daimler bringt sich in diesem Bereich in Position.

(Mit Material von dpa-AFX)