23.06.2014 Florian Söllner

DAX leichter: E.on, RWE, Drillisch, Google, Apple, Commerzbank, Deutsche Bank, Barrick Gold im Check

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DAX
Trendthema

Der DAX tendiert zum Handelsende leichter. Der Leitindex verliert 0,28 Prozent auf 9.959 Punkte. Neue Konkjunkturdaten brachten keine positiven Impulse. In den USA wurden im Mai deutlich mehr bestehende Häuser verkauft als erwartet. Verglichen mit April stieg die Zahl um 4,9 Prozent auf das Jahr hochgerechnete 4,89 Millionen, wie die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Montag in Washington mitteilte. Dies ist der höchste Stand seit Oktober 2013. Volkswirte hatten lediglich mit einem Zuwachs um 1,9 Prozent auf 4,75 Millionen Häuser gerechnet.

In der Eurozone läuft die Konjunkturerholung indes schleppender als gedacht, und dies habe den Euro belastet, hieß es aus dem Handel. Im Juni hatte sich die Stimmung in den Chefetagen der Eurozone weiter eingetrübt. Der am Markt stark beachtete Einkaufsmanagerindex - eine Umfrage unter ranghohen Unternehmensvertretern - fiel überraschend stark zurück. Experten verwiesen vor allem auf schwache Daten aus Frankreich.

E.on und RWE: Die Rallye der Versorger geht weiter

Die beiden Versorgerwerte RWE und E.on zählten in der vergangenen Handelswoche mit jeweils fast fünf Prozent Plus zu den größten Gewinnern. Am Montag knüpfen beide DAX-Papiere an der positiven Kursentwicklung an. Mit dem Sprung über die Marke von 14,50 Euro ist der E.on-Aktie der Ausbruch auf ein neues Jahreshoch gelungen.

Drillisch: „Kaufen“

Der steile Aufwärtstrend der Drillisch-Aktie scheint noch nicht ausgereizt. Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Einstufung für Drillisch auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 28 Euro belassen.

Topfit: Google und Apple

Der Kampf um die Mobile-Macht geht in eine neue Runde. Apple dringt mit dem Health Kit und der wohl noch 2014 erscheindenen iWatch in den Fitness-Markt vor. Google kontert diese Offensive. Schon auf der am 25. und 26. Juni stattfindenden Entwicklerkonferenz könnte der Internetgigant Forbes zufolge Google Fit präsentieren.

Infineon-Aktie: Rallye und kein Ende

Die Papiere von Infineon haben in den vergangenen Wochen eine beispielslose Rallye auf das Börsenparkett gelegt. Ein Ende der Fahnenstang ist noch nicht in Sicht – ganz im Gegenteil. Die Experten sehen noch fast 20 Prozent Kurspotenzial.

Siemens hakt Alstom-Kapitel ab

Der französische Konzern Alstom will das Kooperationsangebot des US-Konzerns General Electric (GE) annehmen. Der Verwaltungsrat habe einstimmig dafür gestimmt, gab das Unternehmen am Samstag in Paris bekannt. Damit ist das Kapitel für Siemens beendet, die zuletzt ihre Offerte nochmals erhöhten.

Deutsche Bank: Die Chefs greifen zu

Die Kapitalerhöhung ist fast durch. Die Deutsche Bank wird die 300 Millionen neuen Aktien an den Mann bringen und Milliarden Euro einnehmen. Damit sollte jetzt endlich Ruhe einkehren beim deutschen Marktführer. Die Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen glauben jedenfalls an ihr Unternehmen.

Apple: iWatch kommt im Oktober

Gerüchte über eine Smartwatch von Apple existieren bereits seit Jahren. Laut einem Bericht der US-Seite Zacks.com dürfte die iWatch nun im Oktober 2014 den Weg in die Apple-Stores finden und den Markt für intelligente Uhren ordentlich aufmischen, der aktuell noch von Samsung mit dem Modell Galaxy Gear dominiert wird.

Commerzbank: Jetzt auf die Short-Seite wechseln?

Neun Handelstage versuchte sich die Commerzbank-Aktie darin, den Widerstand bei 12,50 Euro zu überwinden - erfolglos. Nach dem Kursrutsch am Freitag und dem Rückgang heute zum Wochenauftakt hat es den Anschein, als ob die Bullen die Flinte ins Korn geworfen haben. Mittlerweile wurden sogar wichtige Unterstützungen gebrochen.

Barrick Gold: Kommt der große Short-Squeeze?

Mit dem Goldpreis ging es auch mit der Aktie des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold wieder nach oben. Doch während die Papiere der Junior-Produzenten teils zweistellige prozentuale Gewinne verzeichnen konnten, tut sich die Barrick-Aktie noch schwer. Der Grund könnte die gestiegene Zahl der Shortpositionen sein. Doch die Shorties könnte es auch auf dem falschen Fuß erwischen.

(Mit Material von dpa-AFX)