Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Die Chefs greifen zu

Die Kapitalerhöhung ist fast durch. Die Deutsche Bank wird die 300 Millionen neuen Aktien an den Mann bringen und Milliarden Euro einnehmen. Damit sollte jetzt endlich Ruhe einkehren beim deutschen Marktführer. Die Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen glauben jedenfalls an ihr Unternehmen.

Jain und Fitschen haben bei der Kapitalerhöhung Bezugsrechte ausgeübt und Aktien der Kapitalerhöhung des Unternehmens erworben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Jain kaufte für 3,85 Millionen Euro neue Aktien zum Preis von 22,50 Euro. Fitschen kaufte für 1,28 Millionen Euro Aktien.

„Richtiger Schritt“

Mit der Kapitalerhöhung nimmt die Deutsche Bank 8,5 Milliarden Euro ein. Ingo Frommen, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg, bewertet die Kapitalmaßnahme positiv. Im Gespräch mit dem AKTIONÄR erklärt er: „Für uns ist die Kapitalerhöhung in diesem Ausmaß der richtige Schritt.“ Schon der Deal mit dem Scheichtum Katar sei ein geschickter Schachzug gewesen.

Frommen sieht das Kursziel bei 34,34 Euro und empfiehlt die Aktie zum Kauf. Damit ist Frommen einer von 18 bullishen Analysten. 20 Experten stufen die Aktie mit "Halten" ein. Fünf sagen "Verkaufen".

Zeit zum Einstieg

Die Aktie zählt auch nach der Kapitalerhöhung mit einem 2015er-KGV von 9 immer noch zu den günstigsten Finanztiteln der Welt. Für antizyklische Anleger ergibt sich so langsam eine gute Einstiegschance bei der Deutschen Bank. Sie sollte aber erst die Kapitalerhöhung abwarten, bevor sie zugreifen. Das Kauflimit liegt weiter bei 26 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten hat der Titel Potenzial bis 38 Euro.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Es wird immer schlimmer

Die Umfragen hatten es bereits angedeutet: Die Italiener haben die Verfassungsreform von Premier Renzi abgelehnt. Nach Medienberichten will er im Laufe des Tages zurücktreten. Für die europäischen Banken sind das keine guten Nachrichten. Auch die Deutsche Bank könnte durch eine neue Vertrauenskrise … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank und Commerzbank: Viel zu teuer

Das Referendum in Italien am kommenden Sonntag sorgt an den Märkten für Nervosität. Nicht nur italienische Bankaktien wurden in den vergangen Tagen abverkauft. In Deutschland standen auch die Commerzbank und die Deutsche Bank auf der Abschussliste der Anleger. Egal wie die Abstimmung in Italien … mehr