Der E-Commerce-Gigant hat die Marktteilnehmer mit den Zahlen zum dritten Quartal nicht vom Hocker gerissen. Dennoch finden sich bereits wieder Käufer: Ausgehend von den vorbörslichen Tiefstkursen konnte sich der Titel wieder gut zehn Dollar nach oben arbeiten und rangiert gut zwei Prozent niedriger im Vergleich zum Schlusskurs vor der Zahlenvorlage.
Viele Analysten sehen in der Kursschwäche nach den Zahlen eine attraktive Einstiegsgelegenheit. Analyst Ingo Wermann von der DZ Bank hat zwar das Kursziel um zehn Dollar gekappt. Die Einstufung lautet allerdings weiter "Kaufen". Wermann hält die negative Kursreaktion für nicht gerechtfertigt. Seiner Meinung nach bewerte der Markt "Timing-Effekte" über.
Die kanadische Bank RBC nahm sogar keine Kurszielanpassung vor. Das Votum lautet weiterhin "Outperform" mit einem Zielkurs von 330 Dollar. Analyst Brad Erickson attestierte dem E-Commerce-Giganten allerdings ein eher durchwachsenes bis enttäuschendes Quartal. Dass Amazon in der Cloud-Sparte AWS ein Wachstum für 2027 und 2028 von mehr als 40 Prozent anstrebe, solle laut Erickson die Anleger beruhigen, dass die Investitionen in den jeweiligen Jahren nicht mehr signifikant steigen dürften.
Die Schweizer Großbank UBS erhöht sogar nach den Zahlen den fairen Wert um vier Dollar auf 352 Dollar und bekräftigt die Kaufempfehlung. Laut Analyst Stephen Ju mache das avisierte AWS-Wachstum in den kommenden beiden Jahren Hoffnung.
Auch JPMorgan bleibt auf der Käuferseite: "Buy" mit einem Kursziel von 365 Dollar lautet die Einschätzung von Doug Anmuth. Seiner Meinung nach komme man eigentlich nicht umhin, Amazon-Aktien zu kaufen.
Dass sich bei der Amazon-Aktie auf dem vergünstigten Kursniveau gleich Käufer finden, ist ein starkes Signal der Bullen. AWS ist und bleibt ein Wachstumsmotor für den E-Commerce-Giganten – und die Aktie ein langfristig ausgerichteter Kauf.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Amazon befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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