Sanofi blickt deutlich optimistischer nach vorn. Der Pharmakonzern hat im dritten Quartal überraschend stark abgeschnitten und hebt seine Erwartungen für das Gesamtjahr an. Treiber bleibt weiterhin das Asthma- und Neurodermitis-Präparat Dupixent, dessen Erlöse um deutlich mehr als ein Drittel zulegten.
Neue Präparate glichen zudem den Rückgang im Impfstoffgeschäft mehr als aus. Anleger griffen daher sofort zu: Die Aktie gewinnt am Vormittag fast fünf Prozent auf 79,86 Euro und setzt damit den Aufwärtstrend fort, der Anfang Oktober begann, nach einem Rückfall auf den tiefsten Stand seit Anfang 2020.
Im Quartal stieg der währungsbereinigte Umsatz um 14,3 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro, inklusive Wechselkurseffekten ergibt sich ein Plus von gut 16 Prozent. Dank Kostendisziplin stieg der bereinigte Gewinn deutlicher: Wechselkursbereinigt kletterte er um fast 18 Prozent auf knapp 4,3 Milliarden Euro.
Für 2026 rechnet Sanofi nun beim währungsbereinigten Umsatz mit einem Plus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, statt der zuvor avisierten rund zehn Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll noch schneller wachsen und im mittleren zweistelligen Prozentbereich zulegen.
Zentrales Thema bleibt aber die Abhängigkeit vom Blockbuster Dupixent. Bevor der Patentschutz Anfang des nächsten Jahrzehnts ausläuft, muss der Konzern seine Erträge absichern. Genau diese Sorge drückte seit 2025 den Kurs. Konzernchefin Belen Garijo führt streng: Sie stoppte die Entwicklung mehrerer Medikamente, die sie für aussichtslos hielt, und tauschte den Spitzenmanager für Forschung und Entwicklung aus. Nun zeigt sie sich optimistisch. „Unsere Priorität ist es, die Erträge trotz des Verlusts der Exklusivität von Dupixent zu sichern."
DER AKTIONÄR hatte zuletzt bereits darauf hingewiesen, dass die Aktie alles andere als teuer sei. Zudem besticht der Wert mit einer starken Dividendenrendite. Diese beträgt derzeit 5,7 Prozent. Die nächste Hürde, die es zu überwinden gilt, ist nun das Jahreshoch bei knapp 85 Euro.
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