Der E-Commerce-Gigant hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum vergangenen dritten Quartal vorgelegt und die Markterwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis je Aktie verfehlt. Der Titel fällt daraufhin um gut sechs Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigerte der Tech-Gigant den Umsatz um zwölf Prozent auf 201,9 Milliarden Dollar. Analysten hatten hingegen 202,3 Milliarden Dollar auf dem Zettel. Die Cloud-Sparte AWS konnte die Umsatzerwartung jedoch schlagen. Das Segment wuchs um knackige 39 Prozent auf 46 Milliarden Dollar.
Unter dem Strich verdiente das Maß aller Dinge im E-Commerce nur 1,89 Dollar nach 1,95 Dollar im dritten Quartal 2025. Analysten erhofften sich mit 1,96 Dollar je Aktie jedoch eine Spur mehr vom Tech-Unternehmen und damit eine minimale Ergebnisverbesserung.
„Unsere Investitionen bei AWS in Funktionalität und Infrastruktur zeigen Wirkung: Im dritten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um mehr als 39 Prozent – auf einen annualisierten Umsatz von 184 Milliarden US-Dollar. Für 2027 und 2028 rechnen wir jeweils mit einem Umsatzwachstum von mehr als 40 Prozent“, so Amazon-Chef Andy Jassy. „Unser breiteres Sortiment und unsere schnelleren Lieferungen helfen uns, weitere Marktanteile im Einzelhandel zu gewinnen und gleichzeitig unsere Margen zu verbessern.
Jassy blickt zuversichtlich in die Zukunft: "Auch unsere jüngeren Geschäftsbereiche – von Lebensmitteln und Apothekenprodukten bis hin zu Amazon Leo und Zoox – entwickeln sich ermutigend. Bislang gab es noch kein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von einer Billion US-Dollar. In den nächsten fünf bis zehn Jahren könnte es davon zwei geben.“
Vor der Zahlenvorlage waren die Anleger bereits nervös und schickten die Aktie auf den tiefsten Stand seit Ende Juli.
Wie auch bei Alphabet kann Amazon vor allem mit der Cloud-Sparte überzeugen. Bei Umsatz und Ergebnis blieb der E-Commerce-Riese jedoch hinter den Erwartungen zurück. Dennoch bleibt DER AKTIONÄR langfristig für das Unternehmen optimistisch gestimmt. Die Aktie bleibt ein aussichtsreiches Basisinvestment für langfristig orientierte Anleger und ein Bestandteil des AKTIONÄR-Depots.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Amazon befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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