Chinaknaller zündet am 22.10.20 - jetzt Kursfeuerwerk sichern!
18.07.2019 Nikolas Kessler

Wirecard: Softbank-Deal trägt erste Früchte

-%
Wirecard

Im April ist der japanische Tech-Konzern Softbank über eine Wandelschuldverschreibung bei Wirecard eingestiegen. Der Deal hat dem Zahlungsabwickler nicht nur frisches Geld in die Kasse gespült, sondern soll auch den Zugang zu neuen Märkten und den zahlreichen lukrativen Beteiligungen der Japaner erleichtern. Eine erste strategische Partnerschaft steht bereits.

Am Donnerstagmorgen hat Wirecard eine Kooperation mit der Softbank-Beteiligung AUTO1 vermeldet. Die Vereinbarung sei durch die bestehende Partnerschaft mit Softbank zustande gekommen und soll mehrere Produkte im Bereich der digitalen Finanzdienstleistungen umfassen, teilte Wirecard mit.

Die AUTO1 Group ist eine digitale Automobilplattform mit Sitz in Berlin und unter anderem durch die Tochtergesellschaft wirkaufendeinauto.de bekannt. Mit dem Automobilhandel und zusätzlichen Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette hat das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro erzielt.

Digitale Finanzdienstleistungen und weitere Kooperationen geplant

Gemeinsam mit Wirecard sollen nun digitale Finanzdienstleistungen entwickelt werden – etwa für Wirecards Payment- und Banking-Plattform boon. Händler sollen von der Kooperation über die Kredit-Sparte AUTO1 Fintech profitieren können

Im Rahmen der Ankündigung hat Wirecard die Absicht bekräftigt, in Zukunft digitale Finanzdienstleistungen für weitere Portfolio-Unternehmen von Softbank entwickeln und bereitstellen zu wollen.


Wirecard (WKN: 747206)

Keine Impulse für die Aktie

Die Wirecard-Aktie ist am Mittwoch mit einem herben Abschlag von 3,2 Prozent aus dem Handel gegangen und hat damit die Gewinne vom Wochenanfang vollständig abgegeben. Im durchwachsenen Gesamtmarkt kann sie die Verluste am Donnerstagmorgen zwar eingrenzen. Spürbar positive Impulse kann aber auch die Meldung über erste Früchte aus der Softbank-Partnerschaft nicht liefern.

DER AKTIONÄR bleibt langfristig bullish und setzt auch im Aktien-Musterdepot auf die Wirecard-Aktie. Kurzfristig sollten Anleger jedoch die charttechnisch wichtige Marke im Bereich von 140 Euro im Auge behalten.

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6