Chinaknaller zündet am 22.10.20 - jetzt Kursfeuerwerk sichern!
11.07.2019 Nikolas Kessler

Wirecard-Aktie: Trendlinie in Gefahr – hier ist Vorsicht geboten!

-%
Wirecard

Allen operativen News der vergangenen Tage zum Trotz ist die Aufwärtsbewegung der Wirecard-Aktie zuletzt ins Stocken geraten. Beim Anlauf auf das Zwischenhoch bei 162,30 Euro von Ende Mai ist der Kurs Anfang Juli am Widerstand im Bereich von 155 Euro gescheitert und befindet sich seitdem auf dem absteigenden Ast. Folgende Chartmarken sollten Anleger jetzt im Auge behalten.

Am Donnerstagnachmittag weitet die Aktie ihre Verluste auf fast zwei Prozent aus. Seit Wochenanfang beläuft sich das Minus auf rund 4,5 Prozent. Aus charttechnischer Sicht nähert sich die Wirecard-Aktie nun der 50-Tage-Linie im Bereich von 146,70 Euro an. Knapp unter der kurzfristigen Trendlinie – bei rund 146,30 Euro – verläuft zudem die untere Begrenzung des seit Anfang Juni gültigen Seitwärtstrends.

Bricht der Kurs nach unten durch, rückt als nächstes der Bereich um 140 Euro in den Fokus. Dort liegt eine horizontale Unterstützung sowie die 200-Tage-Linie. Ein Rückfall unter die langfristige Trendlinie wäre ein technisches Verkaufssignal und würde das Chartbild spürbar eintrüben.

Hält die Unterstützung bei 146,30 Euro dagegen einem weiteren Test stand, dann bleibt die obere Begrenzung des kurzfristigen Seitwärtstrends bei 155 Euro das nächste Ziel auf der Oberseite. In diesem Bereich verläuft auch der seit dem Allzeithoch von Anfang September gültige Abwärtstrend. Ein Ausbruch über diesen Widerstand wäre also in doppelter Hinsicht wichtig und könnte den nötigen Rückenwind für einen neuen Anlauf auf das Mai-Hoch bei 162,30 Euro und darüber hinaus liefern.

DER AKTIONÄR bleibt zuversichtlich

Angesichts der rund 70-prozentigen Aufholjagd vom Jahrestief bei 86 Euro ist eine zwischenzeitliche Konsolidierung ganz normal und kein Grund zur Sorge. Dank guter Wachstumsaussichten geht der AKTIONÄR von einer baldigen Fortsetzung der Aufwärtsbewegung aus und traut der Wirecard-Aktie mit einem Kursziel von 200 Euro mittelfristig neue Höchststände zu. Spätestens die Halbjahresbilanz am 7. August sollte dabei wieder für fundamentale Unterstützung sorgen.

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6