8 Aktien mit maximalem OHO-Effekt
13.05.2019 Nikolas Kessler

Wirecard: So viel verspricht sich der Vorstand von der Softbank-Partnerschaft

-%
Wirecard

Ende April hat Wirecard den Einstieg des japanischen Technologiekonzerns Softbank als Ankerinvestor verkündet. Neben besserem Zugang zu asiatischen Märkten erhofft sich der Zahlungsabwickler auch Kooperationen mit den Portfoliofirmen von Softbank. Nun hat Wirecard erstmals konkrete Zahlen dazu verraten.

Der Vorstand schätzt das Gewinnpotenzial aus der Partnerschaft über einen Zeitraum von fünf Jahren auf 209 bis 273 Millionen Euro, wie Wirecard in der Einladung zur Hauptversammlung (18. Juni) schrieb. Hinzu komme ein Wert für die darüber hinausgehende langfristige Kooperation, der deutlich höher sei. Dabei setzt Wirecard unter anderem auf Marktzugänge in Japan und Südkorea sowie die Entwicklung gemeinsamer neuer Produkte und Dienstleistungen.

Wirecard hatte den renommierten Technologieinvestor im April als Ankeraktionär gewonnen (DER AKTIONÄR berichtete). Die Japaner werden in einem ersten Schritt 900 Millionen Euro in eine Wandelschuldverschreibung des Konzerns investieren. Wirecard will zu diesem Zweck eine Anleihe begeben, die nach Ablauf von fünf Jahren in gut 6,9 Millionen Aktien zu einem Preis von 130 Euro je Stück gewandelt werden soll. Bereits in der Vorwoche hatte Wirecard-Chef Markus Braun öffentlich erwogen, einen Teil der Investitionssumme für Aktienrückkäufe zu verwenden.

Positiver Newsflow beflügelt die Aktie

Gemeinsam mit den Q1-Zahlen und einer Anhebung der Ergebnisprognose für das laufende Jahr hatte die Meldung der Wirecard-Aktie zur Mitte der Vorwoche Rückenwind gegeben. Einen Teil der Gewinne musste sie bis zum Wochenende allerdings wieder abgeben. Vorbörsliche Prognosen deuten auch am Montagmorgen auf einen etwas schwächeren Wochenstart hin.

DER AKTIONÄR setzt im Aktien-Musterdepot dennoch auf eine baldige Fortsetzung der Aufwärtsbewegung und empfiehlt die Wirecard-Aktie weiterhin zum Kauf.

Mit Material von dpa-AFX.

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6