09.04.2019 Nikolas Kessler

Wirecard: Endlich mal gute News aus Singapur

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Wirecard
Trendthema

Meldungen aus Singapur haben in den zurückliegenden Wochen meist nichts Gutes für die Aktie von Wirecard bedeutet. Die Financial Times (FT) wirft dem Zahlungsabwickler vor, in der dort ansässigen Asien-Zentrale die Bilanz manipuliert zu haben und hat mit ihren kritischen Berichten auch die Behörden des Stadtstaats auf den Plan gerufen. Nun gibt es gute, operative Neuigkeiten aus Singapur.

Wirecard hat dort Elush als neuen Kunden gewonnen, den größten Apple Premium-Reseller des Landes. Der Zahlungsabwickler wird das Unternehmen dabei unterstützen, seine Omnichannel-Vertriebsstrategie voranzutreiben, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Digitale Zahlungen – sowohl in den 18 Filialen, als auch im Online-Shop – laufen künftig über die Financial Commerce Plattform von Wirecard. Speziell im stationären Geschäft können den Kunden in Kooperation mit Wirecard auch Mehrwertdienste wie Ratenpläne für größere Einkäufe und Währungsumrechnung für Kunden aus dem Ausland angeboten werden.

Digitale Bezahlmethoden boomen auch in Singapur. Nach Angaben von Wirecard nutzen dort bereits über 80 Prozent der Verbraucher digitale Zahlungen, drei von fünf Händlern in Singapur akzeptieren sie. Wirecard hat frühzeitig auf den asiatischen Markt gesetzt und dort im ersten Halbjahr 2018 rund 43 Prozent des Konzernumsatzes verdient.

Operatives Geschäft im Fokus

Während der Aktienkurs von den schweren Vorwürfen wegen angeblichen Bilanzbetrugs im Asien-Geschäft gezeichnet ist, hat Wirecard selbst immer wieder versucht, das operative Geschäft in den Vordergrund zur rücken. Erst in der Vorwoche hatte Vorstandschef Markus Braun die Angelegenheit für abgeschlossen erklärt und erneut auf starke Entwicklung des Zahlungsabwicklers verwiesen. Bisherigen Äußerungen zufolge dürfte diese durch die Jahresbilanz (verschoben auf 25. April) untermauert werden.

Aktie beobachten

Nachdem sich die Aktie in der vergangenen Woche im Bereich von 110 Euro stabilisieren konnte, ging es seit Wochenbeginn erneut moderat nach unten. Auch am Dienstagmorgen zeichnet sich im vorbörslichen Handel bei Tradegate ein etwas schwächerer Start ab. Verglichen mit der enormen Volatilität im Februar und März hat sich die Lage zuletzt aber deutlich entspannt.