Die Comebacks nach Corona
29.01.2021 Michael Schröder

Die Watchlist der Profis (Teil 4): Deutz, Innotec TSS, Sto

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Deutz

Fondsmanager, Vermögensverwalter und Vorstände von Beteiligungsgesellschaften sind immer nah am Markt. DER AKTIONÄR fragte nach, welche Small Caps sich die Profi-Investoren für 2021 auf die Watchlist gesetzt haben.

Roland Könen, Value-Holdings Capital Partners

Roland Könen von Value-Holdings Capital Partners sieht Sto als klaren Profiteur der aktuellen Nachhaltigkeitsinitiativen. „Die global vereinbarten Klimaziele sind ohne energetische Gebäudesanierung nicht erreichbar. Als Marktführer bei Wärmedämm-Verbundsystemen nimmt Sto an diesem auf Jahre hinaus gesicherten Wachstum teil“, so Könen. Neben Produkten und Systemen zur Gebäudebeschichtung und hochwertigen Bodenbeschichtungen steht bei dem Konzern auch der Bereich Betonsanierung im Fokus. Viele Brücken (Bundesfernstraßen und Eisenbahn) sind extrem sanierungsbedürftig. „Die aufgelegten Sanierungsprogramme von Bund und Bahn sind milliardenschwer und dürften über Jahre eine solide Nachfrage bescheren“, so der Experte. Ebenfalls positiv: die kerngesunde Bilanz ohne Finanzverbindlichkeiten und die Nettoliquidität von rund 30 Euro je Aktie (rund ein Viertel des Aktienkurses). Das sichert laut Könen die Dividende und bietet Chancen auf akquisitorisches Wachstum.

Sto Vz. (WKN: 727413)

Mit Innotec TSS hat Könen einen weiteren ertragsstarken Wert aus der Bauindustrie im Blick. „Der Spezialist für Türsysteme und Bauspezialwerte für die Hochbauindustrie schüttet dank der soliden Bilanzstruktur und der guten Cash-Generierung attraktive Dividenden aus“, so der Value-Experte.

Innotec (WKN: 540510)

Ebenfalls im Fokus: Deutz. „Die konjunkturelle Eintrübung, gepaart mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie, hat die Auftragseingänge im abgelaufenen Geschäftsjahr stark einbrechen lassen und wird auch noch das Geschäftsjahr 2021 negativ beeinflussen“, so Könen. „Mittelfristig treiben die globalen Megatrends die Nachfrage nach Landmaschinen und mobilen Arbeitsmaschinen an und damit das Motorenwachstum.“ Auch die neu aufgesetzte China-Strategie sollte aus seiner Sicht mittelfristig zu einer deutlichen Umsatzausweitung führen und die geschäftsimmanente Volatilität reduzieren.

Deutz (WKN: 630500)

Dieser Artikel ist in DER AKTIONÄR Nr. 03/21 erschienen.

Allgemeiner Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:Die in der Publikation angesprochenen Aktien oder hierauf bezogene Derivate können sich in den Depots, Fonds oder der Vermögensverwaltung von Value-Holdings Capital Partners befinden.