11.04.2019 Michel Doepke

Wasserstoffperle Nel vor der Nikola World: Das sagt der Chef!

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Nel ASA
Trendthema

Nur noch wenige Tage: Dann steigt endlich die Nikola World mit AKTIONÄR-Tipp Nel. Der Vorstandsvorsitzende des norwegischen Unternehmens zeigte sich bereits zu Jahresbeginn optimistisch, was das Projekt angeht. Doch langsam geht es ans Eingemachte – die Börse wartet auf Aufträge und Neuigkeiten von den zahlreichen Projekten, bei denen Nel einen Fuß in die Tür gestellt hat.

Was geht da mit Nikola Motor?

Auf die Frage vom AKTIONÄR, inwiefern Nel weitere Order der über 700 geplanten Stationen von Nikola Motor bekommen kann, antwortete CEO Jon André Løkke im Januar 2019: "Ich möchte nicht darüber spekulieren. Wenn wir insgesamt eine gute Arbeit leisten, könnten sie sagen, dass sie die Arbeit mit uns fortsetzen." Klar ist: Løkke selbst will das Event in Arizona als Bühne nutzen.

We’ll be attending #NikolaWorld2019 next week. Come visit us for a chat about #hydrogen and the role it's playing not only in the #EnergyTransition, but in the #transport sector specifically. See you there! https://t.co/4ZXNPgsdnd pic.twitter.com/m05tbeExhr

"Ich werde persönlich mit einem kleinen Team von Nel dorthin fahren. Wir arbeiten eng mit Nikola Motor zusammen, wenn es um die Demo-Stationen und die kommerziellen Stationen geht, die viel größer sein werden als die Demo-Station, die gerade installiert wird und auf der Veranstaltung im April eingesetzt wird", so der Firmenlenker zu Jahresbeginn.

Nel muss die PS auf die Straße bringen

Doch Nel muss nun auch aus der Zusammenarbeit mehr Früchte der Arbeit ernten und auch den Aktionären gegenüber konkreter werden. Denn die Bewertung von rund 730 Millionen Euro an der Börse ist gemessen mit dem rund zwölffachem 2019er-Umsatz äußerst sportlich. Großaufträge sind schon fast ein Muss. Interessant in diesem Zusammenhang ist dieser Tweet von Hydrogen Europe:

.@bjornsimonsen, VP at @nelhydrogen: "We will deliver 1000 MW #electrolysers to power the first 50-60 #hydrogen refuelling stations for trucks for @nikolamotor in the USA. Now we’re looking at how to replicate this in Europe”#HydrogenNow #FutureOfTransport pic.twitter.com/kk0scDDdCK

Das klingt nach mehr. Doch es ist zu früh, über potenzielle Folgeaufträge zu spekulieren. Es bleibt dabei: Die Mannschaft rund um CEO Jon André Løkke muss den hohen Erwartungen an der Börse gerecht werden. Sonst besteht bei der Nel-Aktie Korrekturpotenzial. Investierte Anleger halten an den Papieren fest, sollten jedoch nie den spekulativen Investmentcharakter aus den Augen verlieren.