Das sind die Gewinneraktien von morgen!
Foto: Börsenmedien AG
14.04.2014 Stefan Limmer

Vorsicht Crash: MDAX und TecDAX im freien Fall

-%
TecDAX

Sorgen um eine Eskalation der Ukraine-Krise hat den deutschen Aktienmarkt zu Beginn der neuen Handelswoche belastet. Sämtliche Indizes leiden unter massivem Verkaufsdruck. Der MDAX notiert zur Mittagszeit rund 1,5 Prozent im Minus. Beim TecDAX steht sogar ein Minus von fast drei Prozent zu Buche. Wie geht es weiter?

Durch den jüngsten Abverkauf ist beim MDAX die horizontale Unterstützung bei 15.807 Punkten durchbrochen worden. Darunter ist aus charttechnischer Sicht noch viel Luft für weitere Verluste. Erst bei 15.182 Zählern wartet die nächste Unterstützung. Ähnlich ist die Situation beim TecDAX. Der deutsche Technologieindex ist unter die 1.200-Punkte-Marke gerutscht, damit wurde ein Verkaufssignal geniert. Aus charttechnischer Sicht ist nun Platz bis 1.159 Zählern. Laut einem Börsianer wurden mit dem Bruch der Unterstützungsmarken automatisch Verkaufsaufträge ausgelöst, was die Kurse zusätzlich belastete. Insbesondere extrem gut gelaufene Momentumtitel wie TUI, Aareal Bank, Nordex und Cancom zählen am Montag in den beiden Indizes zu den größten Verlierern.

Foto: Börsenmedien AG
Foto: Börsenmedien AG

Die Sorgen vor einer schwachen Berichtssaison und der Entwicklung in der Ukraine lässt die Börsen nicht zur Ruhe kommen. Mit dem Bruch der wichtigen Unterstützungen ist die Hoffnung auf eine schnelle Trendwende vorerst zunichte gemacht worden. Anleger sollten in jedem Fall die Stopps ihrer Positionen beachten. Risikobewusste Marktteilnehmer können sich bei Werten, die im weiteren Tagesverlauf besonders unter Druck geraten, für Reboundspekulationen auf die Lauer legen. 

Buchtipp: Stock-Picking mit Nebenwerten

Jeder Anleger kennt die Werte aus den großen Indizes. Außerhalb von DAX, MDAX und TecDAX nimmt die Coverage jedoch drastisch ab. Schon im SDAX werden nicht alle Titel regel­mäßig analysiert und wenn, dann nur von wenigen Experten. In ihrem zeitlosen, nun unverändert neu aufgelegten Klassiker „Stock-Picking mit Nebenwerten“ zeigt die im September 2020 verstorbene Börsenexpertin Beate Sander, wie Anleger erfolgreich auf die Suche nach interessanten Nebenwerten gehen können. Die Small-Cap-Indizes einfach durch Zertifikate nachzubilden dürfte angesichts der vergangenen Kurssteiger­ungen nicht mehr lohnend sein. Die gezielte Auswahl aussichtsreicher und unterbewerteter Papiere wird aber lukrativ bleiben. Dafür liefert Beate Sander gewohnt eloquent und kompetent das nötige Rüstzeug.
Stock-Picking mit Nebenwerten

Autoren: Sander, Beate
Seitenanzahl: 304
Erscheinungstermin: 15.07.2021
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-785-8