++ 5 Aktien zum Verdoppeln ++

Update: Anthropic vor Mega‑IPO – neue Details veröffentlicht

Update: Anthropic vor Mega‑IPO – neue Details veröffentlicht
Foto: PhotoGranary02/Shutterstock
Jan-Paul Fóri Heute, 14:24 ‧ Jan-Paul Fóri
Logo: DER AKTIONÄRJetzt bei Google bevorzugen
Top-Analysen. Direkt für Sie. Bei Google.
  • Unsere Analysen ganz oben bei Google
  • Kostenlos schneller informiert
  • Jederzeit anpassbar

Der KI-Entwickler Anthropic macht seinen Börsengang konkret. Das Unternehmen hat am Montag den Registrierungsprospekt S-1 bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Die Aktie soll unter dem Kürzel „ANT“ an der Nasdaq Global Select Market gelistet werden. Medienberichten zufolge könnte der Börsengang bereits im November starten und Anthropic mit bis zu zwei Billionen Dollar bewerten.

Mit der Einreichung des S-1-Prospekts beginnt eine entscheidende Phase auf dem Weg an die Börse. Anthropic hat damit die Registrierung seiner geplanten Class-A-Aktien bei der SEC beantragt. Die Zahl der angebotenen Aktien und die Preisspanne stehen allerdings noch nicht fest. Auch die Registrierung ist noch nicht wirksam. Aktien dürfen daher noch nicht im Rahmen des Angebots verkauft werden.

Goldman Sachs und Morgan Stanley sind als Ansprechpartner für den vorläufigen Börsenprospekt genannt. Sobald die regulatorischen Voraussetzungen erfüllt sind, könnte Anthropic mit den Banken auf Roadshow gehen und institutionelle Investoren für den Börsengang gewinnen.

Zwei Billionen Dollar – ist das gerechtfertigt?

Anthropic entwickelt den KI-Assistenten Claude und gehört zu den wichtigsten Wettbewerbern im Markt für generative Künstliche Intelligenz. Bereits im Juni hatte das Unternehmen den Börsenprospekt vertraulich bei den Behörden eingereicht. Damals wurde Anthropic mit 965 Milliarden Dollar bewertet. Die nun kolportierte mögliche Bewertung von bis zu zwei Billionen Dollar wäre mehr als doppelt so hoch.

Allerdings handelt es sich dabei bislang um Spekulationen. Einen offiziellen Ausgabepreis oder eine bestätigte Bewertung gibt es noch nicht. Zudem garantiert eine hohe Bewertung alleine noch kein erfolgreiches Depot. Anleger erinnern sich schmerzlich an das jüngst gefloppte Börsendebüt von Elice, einem südkoreanischen Betreiber von KI-Rechenzentren (DER AKTIONÄR berichtete).

Enormer Verlust

Im ersten Halbjahr 2026 erwirtschaftete Anthropic laut Börsenprospekt einen Verlust von 80,7 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 16,3 Milliarden Dollar. Davon entfielen 13,1 Milliarden Dollar auf nutzungsabhängige Erlöse und 3,2 Milliarden Dollar auf Abonnements. Besonders gefragt sind neben dem KI-Assistenten Claude auch die Programmierwerkzeuge von Claude Code.

Die Kundenbasis wächst ebenfalls. Zum 30. September zählte Anthropic mehr als 11.900 Geschäftskunden, die auf einen Jahresumsatz von mindestens 100.000 Dollar kamen. Rund 1.900 Kunden steuerten jeweils mindestens eine Million Dollar bei.

Dem Wachstum stehen hohe Ausgaben gegenüber. Anthropic hat sich verpflichtet, bis 2029 bis zu 120,5 Milliarden Dollar für Rechenkapazitäten bei SpaceX auszugeben. Hinzu kommen langfristige Vereinbarungen mit Microsoft: Zwischen November 2026 und Mai 2033 will Anthropic mindestens 44,9 Milliarden Dollar für Azure und weitere Leistungen aufwenden.

Gründer sichern sich die Kontrolle

Auch die Stimmrechtsstruktur ist ungewöhnlich. Anthropic ist als Public Benefit Corporation organisiert und verfolgt neben wirtschaftlichen Zielen einen festgeschriebenen gesellschaftlichen Zweck.

Über die sogenannte Founder LLC sichern sich die sieben Mitgründer, darunter CEO Dario Amodei und Präsidentin Daniela Amodei, gemeinsam 50,1 Prozent der Stimmrechte bei wichtigen Entscheidungen. Dafür ist eine spezielle Class-F-Aktie vorgesehen. Die übrigen 49,9 Prozent entfallen auf die Inhaber der Class-A-Stammaktien, zu denen öffentliche Investoren und Mitarbeiter zählen. Die Stimmrechte strategischer Partner und früher Geldgeber sind begrenzt.

Zusätzlich soll ein unabhängiger Long-Term Benefit Trust die Ausrichtung auf KI-Sicherheit absichern. Er bestimmt die Mehrheit des Verwaltungsrats. Die Stimmrechtsmehrheit der Gründer soll erst schrittweise entfallen, wenn höchstens zwei der ursprünglich sieben Mitgründer im Unternehmen verbleiben.

Der geplante Börsengang nimmt konkrete Formen an. Mit dem Kürzel ANT und dem vorgesehenen Nasdaq-Listing stehen wichtige Eckdaten fest. Ob die Aktie tatsächlich zum Milliarden- beziehungsweise Billionen-Hit wird, hängt jedoch maßgeblich vom Ausgabepreis und den Geschäftszahlen ab.

Aktuelle Ausgabe

Jetzt beginnt die stärkste Börsenphase

Nr. 44/26 8,90 €
Paypal Sofortkauf Im Shop kaufen Sie erhalten einen Download-Link per E-Mail. Außerdem können Sie gekaufte E-Paper in Ihrem Konto herunterladen.

Buchtipp: Alles, was Sie über Trading wissen müssen

Wie kann ich systematisch mit Trading Geld verdienen? Es gibt zahlreiche Bücher, die Antworten auf diese Frage versprechen. Doch Dr. Alexander Elders „Trading-Bibel“ gilt als eines der besten und lohnenswertesten. Woran liegt das? Aus jeder Zeile spricht der Profi, der alles, was er empfiehlt, selbst erfolgreich umsetzt. Sämtliche Aspekte erfolgreichen Tradings werden erläutert. Und, last, but not least: Dr. Elder legt schonungslos den Finger in die Wunden erfolgloser Trader – mit dem Ziel, seine Leser zu besseren Tradern zu machen. Individuelle und Massenpsychologie; Chartanalyse; Technische Analyse mittels Computer; Volumen und Zeit; Marktindikatoren; Trading-Systeme; Trading-Vehikel; Risikomanagement; praktische Details; Trade-Dokumentation – in elf Kapiteln mit zahlreichen farbigen Charts bekommen Sie die Grundlagen erfolgreichen Tradings an die Hand.

Alles, was Sie über Trading wissen müssen

Autoren: Elder, Alexander
Seitenanzahl: 352
Erscheinungstermin: 01.04.2021
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-712-4

Preis: 59,00 €